Hallihallo!

In letzter Zeit waren wir wieder ganz viel unterwegs, wovon ich jetzt mal wieder berichten möchte. Ende April haben wir uns mit den PE Freiwilligen getroffen, waren mit denen bei dem Wasserfall kurz hinter Jeffreys Bay, dann hatten wir über den 1. Mai ein langes Wochenende, das wir Freiwilligen hier genutzt haben und sind nach Oudtshoorn, die Stadt der Straußen gefahren.

Im Mai war dann unser 3. und letztes Seminar mit allen Freiwilligen, diesmal nicht im altbekannten Areena Riverside Resort, sondern im kalten, bergigen Hogsback. Nach dem Seminar sind wir dann noch für den Rest der Woche nach Coffee Bay gefahren, um zu entspannen. Vorletztes Wochenende war dann das Highlight des Jahres für die Soccer Girls: Es ging zum Turnier gegen die Teams der anderen Freiwilligen nach East London.

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Also im April setzte dann schon bald nach den Ferien der Alltag wieder ein. In der Schule war ganz normal Unterricht, das Fußballtraining ging in die heiße Phase, alle Nachmittagsprojekte fanden wie immer statt. Die Wochenenden nutzten wir dann zum Entspannen. Ein Wochenende verbrachten wir mit den Freiwilligen aus Port Elizabeth. Den Samstag waren wir dann am Wasserfall, sind mit der Zipline ins Wasser gedüst oder die Jungs sind von der Klippe gesprungen. Nachmittags wurde dann gegrillt den ganzen Tag wurde die Sonne genossen und es wurde ganz viel erzählt und gelacht.

Das lange Wochenende über den 1. Mai sind wir 4 JBay-Freiwilligen nach Oudtshoorn gefahren. Oudtshoorn ist eine Stadt, die mehr im Inland liegt und für die Straußenzucht bekannt ist. Dort ist Halbwüste und es sieht landschaftsmäßig komplett anders aus, als das, was wir kennen.

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Am Freitag sind wir abends angekommen und haben dann den Abend beim Kartenspielen vor dem Kamin des Backpackers ausklingen lassen. Samstagvormittag hatten wir die Adventure Tour in den Cango Caves, einer Tropfsteinhöhle, gebucht. Die Cango Caves sind mit dem Tafelberg zusammen Wahrzeichen von Südafrika, und das nicht ohne Grund. Die Tropfsteinhöhle war unglaublich beeindruckend, so etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Nach der Führung, bei der wir uns alles angucken konnten, ging es dann für uns weiter zum abenteuerlichen Teil. Dort mussten wir zum Beispiel durch 27cm Spalten klettern und konnten so das Tunnelsystem der Höhle erkunden, was echt Spaß gemacht hat.

Am Nachmittag waren wir noch auf einer Straußenfarm, haben eine Führung gemacht, bei der ich einen Strauß auch füttern durfte, und anschließend haben wir auch Straußenfleisch auf der Farm gegessen. Danach waren wir noch auf einer abgelegenen Straße in wunderschöner Landschaft in der Halbwüste spazieren. Bei Sonnenuntergang ging es dann entlang der bekannten Route 62, schönste Straße Südafrikas, zurück in die Stadt. Den Abend ließen wir dann mit Kartenspielen vorm Feuer im Backpacker ausklingen.

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Am nächsten Morgen ging es los zur Cango Wildlife Ranch, direkt am Ortsausgang von Oudtshoorn. Dort haben wir zuerst eine Führung durch den Park gemacht mit Löwen, Tigern, Leoparden, Nilpferden, Krokodilen und allen möglichen anderen Tieren, etwas ähnlich wie ein Zoo. Später kamen wir dann den Leoparden noch etwas näher, denn in unserem Ticket war eine Aktion inklusive. Wir wählten die Aktion, bei der man die Leoparden streicheln konnte. Das war ein unglaubliches Gefühl diesen Tieren so nahe zu sein und sie zu berühren. Dann wollten wir noch mit den Krokodilen schwimmen. Die waren aber den Tag leider nicht mehr so aktiv und lagen nur, anstatt zu schwimmen, weshalb wir das auf den nächsten Tag verlegten. Abends machten wir uns im Backpacker ein Feuer, grillten und spielten Billiard.

Den Montag sind wir zuerst zu dem Rust en Vrede Wasserfall gefahren, wo wir ein riesiges Picknick machten. Gegen Mittag ging es dann noch mal zur Wildlife Ranch um das Croc-Cage-Diving nachzuholen. Als ich im Wasser war, hatten die beiden Krokodile auf einmal ziemliche Kampflust und haben sich gegenseitig attackiert, ein Krokodil, kam dann auch auf meinen Käfig zu, die beiden beruhigten sich dann aber schnell wieder. Das war alles ziemlich aufregend und adrenalinreich. Danach ging es dann auch schon wieder Richtung Heimat.

Vatertag haben wir uns mit den anderen Freiwilligen in Berlin, einer Einsatzstelle in der Nähe von East London, getroffen. Die Jungs waren dann unterwegs, Solveig und ich sind dann in die Schulen und haben die Mädchen in den Projekten in Berlin besucht, die wir auch noch nie gesehen hatten. Abends sind wir dann noch alle zusammen in East London feiern gewesen, schließlich muss man ja ein paar deutsche Traditionen auch hier mit hin bringen! Am Freitag sind wir mit den Bulungula-Freiwilligen nach ins Areena Riverside Resort gefahren und haben dort eine Quadtour gemacht, die wir Niko, meinem Projektpartner, zum Geburtstag geschenkt hatten. Das war echt cool zwischen den Giraffen und Zebras mit dem Quad zu fahren.

Samstag bis Dienstag war dann das letzte Seminar mit allen Freiwilligen zusammen. Das fand in Hogsback, einem Dorf in den Bergen, statt. Diesmal waren wir auch nicht in 4-Sterne Zimmern wir in Areena bei den letzten Seminaren untergebracht, sondern haben in Doppelbetten in Schlafsälen geschlafen. Es war auch echt kalt dort, sodass Mütze, Schal und eine Menge Tee und heißer Kakao gebraucht wurden, um während des Seminars nicht allzu sehr zu frieren. Neben den Seminarinhalten, die alles auf unsere Abreise und die Ankunft der Neuen vorbereiteten, waren wir wandern und zuerst in einem Niedrigseilgarten in Gruppen klettern, dann aber auch in einem knapp 10 Meter hohen Kletterkurs, was mir ziemlich Spaß gemacht hat.

Da die Woche nach dem Seminar eh schon „angebrochen“ war, hatten wir alles mit der Schule abgeklärt und sind weiter nach Coffee Bay gefahren, weil Solveig noch nie dort gewesen ist. In Coffee Bay waren wir dann mit in den Projekten, was total cool war, da die Projekte sich doch auch recht stark von unseren unterscheiden und es so interessant war auch diese Projekte noch kennenzulernen. Ansonsten waren wir auch am Strand in Coffee Bay und in den Backpackern, in denen viel selbstgemachter Schmuck verkauft wird.

Nach dieser aufregenden Woche mit Seminar und Urlaub in Coffee Bay ging es dann in der Schule in den Endspurt für das Mädchenfußballturnier, das am folgenden Wochenende stattfand. Die letzten organisatorischen Dinge wurden erledigt und natürlich auch fleißig trainiert. Am Donnerstag vor dem großen Turnier machten wir mit unseren Mondplaas Kindern einen Auflug zum Fluss. Dort wurde geschwommen, Fußball gespielt und gemeinsam gegrillt mit selbstgemachtem deutschem Kartoffelsalat. Im Anschluss gab es dann noch Stockbrot. Das war ein richtig schönes Erlebnis für die Kinder.

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Am Freitag ging es dann zusammen mit Solveigs Team schon morgens los, sodass wir am Nachmittag in East London ankamen. Bis zum Abendessen wurden dann mit allen 10 Freiwilligenteams zusammen Kennenlernspiele gespielt und alle hatten viel Spaß. Am Abend schauten wir dann noch gemeinsam den Film „She’s a man“, bei dem sich ein Mädchen als Junge verkleidet, damit sie Fußball spielen kann. Am Samstag nach dem Frühstück ging es dann los: Alle Teams versammelten sich auf dem Feld der A.W. Barnes Schule und nach dem Aufwärmen wurden die ersten beiden Spiele angepfiffen. Wir spielten in zwei Gruppen mit jeweils 5 Teams parallel auf 2 Kleinfeldern. Meine Mannschaft gewann ihr 1. Spiel etwas glücklich mit 1:0, das 2. Spiel blieb ein torloses Unentschieden. So gingen wir als Gruppenerster in die Mittagspause. Nach der Pause lief es dann nicht mehr so gut. Wir verloren beide Spiele und wurden so aufgrund eines schlechteren Torverhältnisses Letzter in unserer Gruppe. Die Mädels hatten aber super viel Spaß und die Sonne schien den ganzen Tag. Abends veranstalteten wir dann noch eine Party mit den Mädels in der Pausenhalle der Barnes, wo viel getanzt wurde.

Am Sonntag fanden dann die Halbfinals und die Platzierungsspiele statt. Für uns hieß das Spiel um Platz 9 gegen Solveigs Team aus Humansdorp, in dem wir uns aber leider im 7-Meter-Schießen geschlagen geben mussten. So verließen wir nach einem packenden Finale, in dem das Team aus Coffee Bay knapp gegen das Team aus Berlin gewann, nach der Siegerehrung als 10. Platz East London und machten uns auf den Weg nach Hause. Für die Mädchen war es ein ganz tolles Wochenende, sie hatten unglaublich viel Spaß, hatten die Möglichkeit eine neue Stadt zu sehen, Kinder aus anderen Orten kennenzulernen, gemeinsam Sport zu machen und das bereitete ihnen allen sehr viel Freude.

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Mittlerweile haben wir es auch endlich mal geschafft in Jeffreys Bay bei uns am Strand Sandboarden zu gehen. Das hat echt Spaß gemacht, auch wenn man ständig auf dem Hintern gelandet ist. Nun geht es bei uns auch in die Vorbereitungen für die Rückkehr, es wird sich bei Unis beworben und und und…

In der Schule beginnt jetzt die Examenszeit, es wird also nicht mehr viel Sport gemacht, dafür helfen wir bei den bürokratischen Sachen wie Klausuren sortieren, tackern und außerdem werden wir auch die Wand an unserer Schule streichen. Nächstes Wochenende geht es erstmal mit Nikos und Nils Jungsteams nach East London zum Fußballturnier, wo dann auch die EM gemeinsam mit den Kindern verfolgt wird.

Ende Juni beginnen dann auch schon die Winterferien, in denen ich wahrscheinlich 2 Wochen als Freiwillige in dem Lions Park in PE arbeiten werde und die letzte Woche kommen dann alle Freiwilligen zu uns nach JBay zum Winterfest, den JBay Open, einem riesigen Surfwettkampf mit den besten Surfern der Welt. Das wird noch mal richtig aufregend und dann beginnt schon das Verabschieden, denn nach den Ferien sind es nur noch etwas mehr als 3 Wochen, dann geht es schon wieder zurück nach Deutschland.

So neigt sich mein Jahr langsam dem Ende zu. Aber ich genieße jeden Moment und versuche aus jedem Tag das Beste rauszuholen.

Viele Grüße,

Alena

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Mehr Fotos:

Oudtshoorn:

Tierpark:

Rest:

Coffee Bay:

Fluss Mondplaas:

Girls Soccer East London:

 

Und wir sind im Moment noch ganz fleißig und bauen ein Schuhregal für unsere Wohnung 😀

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