Am Mittwoch hat für uns die Schule nach den langen Sommerferien wieder begonnen. Es war schön, die Kinder und Lehrer wiederzusehen. Alle haben sich sehr gefreut, dass wir wieder da sind und haben uns umarmt. Ab Montag beginnen wir wieder mit dem ganz normalen Sportprogramm. Ich bin gespannt, wie das mit den neuen Erstklässlern wird, aber ich denke auf jeden Fall, dass wir gemeinsam schöne Sportstunden haben werden.

Nun werde ich aber erst einmal von den großen Ferien berichten.

IMG-20151216-WA0404Am 06.12. kam mein Freund Maxi aus Deutschland hierher geflogen. Dann verbrachten wir 07.12. gemeinsam einen Tag in der Schule, wo ich ihm ein wenig zeigen konnte, wie meine Arbeit hier aussieht. Dann haben wir uns von allen Lehrern und Kindern verabschiedet und dann ging es Richtung East London, da am 08.12. unser 2. Seminar begann. Dort haben wir mit einigen anderen Freiwilligen eine Nacht in East London verbracht, bevor es dann am nächsten Morgen wieder nach Areena ging, wo das Seminar stattgefunden hat. Es war sehr schön alle Freiwilligen wiederzusehen und sich auszutauschen. Besonders emotional war die Verabschiedung von Lars König, dem Repräsentanten des Landes Niedersachsen in dem Eastern Cape, der nun beruflich wieder zurück nach Brüssel geht und somit das Projekt hinter sich lässt. Ansonsten war das Seminar wieder sehr interessant, es war schön sein eigenes Projekt dem ASC in Person von Julia vorstellen zu können.

Nach dem Seminar ging es für alle FreiwilligenDSC_1091 in den Urlaub. Meine Mitbewohner sind mit Freunden in die Drakensberge gefahren, ich bin zuerst mit Maxi wieder zurück nach JBay gefahren und habe dort ein paar Tage mit ihm verbracht. Wir waren am Strand, surfen und bei den Supertubes. Jeffreys Bay war in den Ferien nicht mehr wiederzuerkennen. Alles war auf Tourismus ausgelegt. Es gab eine Art Rummel am Strand, ganz viele kleine Stände wurden aufgebaut und es war so voll wie noch nie zuvor. Ich musste feststellen, dass mir da die schöne, verschlafene Kleinstadt doch besser gefällt, auch wenn es cool war, dass jetzt mal richtig was los war hier.

Am 13.12. ging es für uns dann los in den Addo Elephant Nationalpark. Unsere Unterkunft war etwa 30km von dem Park selbst entfernt. Dort haben wir am ersten Tag Zip-Lining gemacht, also so eine riesige Seilrutsche abgeseilt über einen Fluss hinweg.

IMG-20151216-WA0299Am nächsten Tag waren wir zuerst ein bisschen am Pool in der Sonne, nachmittags ging es für uns dann auf Safari im Schotia Game Reserve. Das war unglaublich. Wir haben Elefanten, Giraffen, Antilopen, Gnus, Nashörner, Warzenschweine, Zebras ein Krokodil und am Ende sogar auch Löwen gesehen, und noch ganz viele andere Tiere. Das war etwas ganz besonderes die Tiere so in der Natur zu sehen, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Außerdem gab es auch sehr leckeres Essen, nachmittags ein kleiner Snack und abends eine warme Mahlzeit. Die Safari war ein voller Erfolg! Der nächste Tag war dann der letzte Tag vor unserer Weiterfahrt in den Tsitsikamma Nationalpark. Diesen Tag nutzen wir komplett, um mit unserem Mietwagen auf eigene Faust durch den Addo Elephant Nationalpark zu fahren. Dort haben wir noch mal ganz, ganz viele Elefanten und Zebras gesehen, aber auch Wasserbüffel. Somit haben wir insgesamt an den Tagen 4 der „Big Five“ gesehen. Elefant, Nashorn, Wasserbüffel und Löwe, fehlen tut nur noch der Leopard, der aber sehr scheu und deswegen selten zu sehen ist.

Am nächsten Tag sind wir dann aufgebrochen in Richtung des Tsitsikamma Nationalpark. Dort haben wir zuerst das Dorf, in dem unsere Unterkunft war, ein wenig erkundet, abends waren wir dann beim Weinachtssingen der örtlichen Gemeinde, von dem wir durch ein Plakat erfahren haben, was wir trotz Regens sehr schön fanden.

Am nächsten Morgen sind wir dann in den DSC_1428Stormsriver Mouth Nationalpark gefahren und waren dort in der wunderschönen Landschaft wandern. Wir waren bei einem Wasserfall und sind natürlich auch über die berühmte Hängebrücke gegangen. Am nächsten Tag war dann auch der Urlaub im Tsitsikamma vorbei und es ging zurück nach JBay, wo wir noch ein Wochenende im Trubel der Ferien verbrachten, bevor es für Maxi dann zurück nach Deutschland ging.

Nachdem ich Maxi wieder zum Flughafen gebracht hatte, ging es für mich auch schon wieder ans Sachen Packen, da ich am nächsten Morgen schon wieder einen Fernbus nach Mhtata nehmen musste, um mit den Freiwilligen aus Berlin, Coffee Bay und den Jungs aus East London gemeinsam Weihnachten bei den Freiwilligen aus Bulungula in der Transkei zu feiern. In Bulungula waren wir dann schwimmen, am Strand, haben Fußball mit den Kindern aus dem Dorf gespielt und haben einfach die Zeit genossen. Heiligabend saßen wir dann bei einem Lagerfeuer am Strand zusammen und haben Weihnachtslieder gesungen. Fast alle Freiwilligen haben sich irgendwie ein bisschen nach Hause nach Deutschland gewünscht, aber wir haben gemeinsam das Beste daraus gemacht. Am 1. Weihnachtstag habe ich mit meinen Mitbewohnern und noch einem anderen Freiwilligen dann eine Wanderung entlang der Wild Coast nach Lubanzi gemacht. Diese Landschaft war wunderschön, so etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen, so friedlich. In Lubanzi haben wir dann eine Nacht in dem Backpacker geschlafen und am nächsten Tag ging es dann zurück nach Bulungula.

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Am 27.12. sind wir dann gemeinsam aufgebrochen und haben uns mit Zwischenstops in East London und Jeffreys Bay auf den Weg nach Kapstadt gemacht. In Kapstadt waren wir dann vom 29.12.-03.01. Kapstadt ist die schönste Stadt, in der ich bisher gewesen bin. In Kapstadt waren wir dann in der Stadt, im Hafengebiet, haben eine Rundfahrt und eine Stadionführung gemacht, sind auf den Tafelberg gewandert, waren auf einer Pinguin-Farm und am Kap. Silvester haben wir uns mit allen Freiwilligen an einem Strand gegenüber vom Tafelberg getroffen und sind dort dann gemeinsam ins neue Jahr gestartet. Das Feuerwerk hielt sich ziemlich in Grenzen, aber die Nacht war trotzdem schön.

Am 03. sind wir dann zurück nach JBay gefahren, S0020047wo die anderen Freiwilligen, mit denen wir auch im Urlaub waren, noch ein paar Tage bei uns geblieben sind. Am 07.01. habe ich mit 5 weiteren Freiwilligen einen Bungy-Jump von der Bloukrans-Brücke 216m in die Tiefe gemacht. Das war unglaublich!

Alles in allem habe ich die Ferien echt viel erlebt, ganz viel vom Land gesehen und tolle Erfahrungen gemacht.

Fotos:

Urlaub Maxi:

Jeffreys Bay:

Addo:

Tsitsikamma:

Urlaub mit anderen Freiwilligen:

Kapstadt:

Jeffreys Bay:

 

Jetzt geht die Schule wieder richtig los und ich freue mich wieder auf die Arbeit mit den Kindern und bin ziemlich motiviert jetzt wieder richtig durchzustarten mit dem Programm. Die letzten Tage haben Niko und ich ein Leichtathletikteam der Schule zusammengestellt, mit dem wir ab morgen jeden Tag eine Stunde trainieren, bis am 30.01. der große Wettkampf gegen die anderen Schulen stattfindet. Darauf freue ich mich auch schon ziemlich.

Jetzt werden wir den Sommer hier noch ein wenig genießen. 🙂