In den letzten Wochen ist wieder einiges passiert. Wir waren auf einem Schul-Fußballturnier mit der Jungen-Mannschaft, wir haben unseren 1. südafrikanischen Feiertag erlebt und zwar den Heritage Day, dann haben wir noch Whale-Watching gemacht, hatten unsere erste Surfstunde, hatten unser erstes Seminar und die ersten Schulferien.

Aber nun der Reihenfolge nach.

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Nikos Mannschaft

Ein paar Tage, nachdem ich meinen letzten Eintrag hochgeladen habe, war ich mit Nikos Fußball-mannschaft mit bei einem Turnier gegen andere Schulen in Hankey. Das war eine interessante Erfahrung, zu sehen, wie die Schulturniere hier ablaufen. Fußballerisch war es leider kein großer Erfolg, aber die Kinder hatten Spaß und das ist ja das wichtigste.

Auf der Rückfahrt hatten wir ein Ereignis, das es wahrscheinlich zur in Afrika geben kann: Vor uns ist ein Bakkie gefahren, auf dessen Ladefläche knapp 20 Kinder saßen. Die Kinder haben uns die ganze Zeit angeschaut, also haben wir irgendwann angefangen zu winken und uns wurde sofort zurück gewunken. Dann haben wir angefangen Schnick-Schnack-Schnuck mit denen zu spielen, durch unsere Windschutzscheibe natürlich, und die Kinder haben sich total gefreut. Für unsere Fotos haben sie auch noch nett posiert. Als sie dann abgebogen sind, haben sie uns noch ein letztes Mal zu gewunken und sich so verabschiedet. Da hat man gesehen, dass auch eine Begegnung ohne Worte besonders sein kann.

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Dieselbe Woche haben wir unseren ersten südafrikanischen Feiertag miterlebt, und zwar den Heritage Day. Hier in Jeffreys Bay wurde das weniger traditionell gefeiert, als in anderen Gebieten Südafrikas, aber es ist hier wohl üblich einen Braii zu machen, also zu grillen. Diesem Gebrauch sind wir natürlich gefolgt und haben abends schön auf unserem Balkon gegrillt.

Das verlängerte Wochenende, das durch den Feiertag entstanden ist, haben wir genutzt, um etwas Besonderes zu unternehmen. Dafür kamen die Freiwilligen aus Port Alfred und Port Elisabeth zu uns nach Jeffreys Bay und wir sind zusammen weiter nach St. Francis zum Whale-Watching gefahren. Das war unglaublich. Wir haben ganz viele Delfine, Pinguine, Seehunde, einen kleinen Hai und auch Wale gesehen.

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Am Sonntag hatten wir dann unsere erste Surfstunde, und zwar unter besten Voraussetzungen: Es hat gewittert, die Wellen waren wegen des Windes gefühlt doppelt so hoch wie ich, aber unser Surflehrer hat uns freundlicherweise mitgeteilt, dass das alles total ungefährlich ist und Haie auch vor Gewitter Angst haben und wir deswegen auch mit gutem Gewissen surfen können. Dass ein Blitz ins Wasser einschlagen könnte, fand er irgendwie nicht so schlimm. Als es dann irgendwann einigermaßen geklappt hat, kam immer der legendäre Ausspruch „Now we’re cooking with gas!“, was uns alle immer sehr stolz gemacht hat. Mittlerweile waren wir schon 5-6 Mal surfen und bei mir klappt es schon ganz gut und macht auch mega Spaß.

Für uns haben dann die Frühlingsferien schon etwas früher angefangen, weil unser erstes Seminar genau vor die Ferien gefallen ist. Die letzten Schultage haben wir also bei Sonnenschein mit den Kindern genossen, in den Nachmittagsprojekten auch mehr gequatscht als alles andere, und die Nachmittage am Strand und beim Surfen genossen.

Dann begann unser dreitägiges Seminar im Areena Riverside Resort in der Nähe von East London. Wir sind schon einen Tag vorher nach East London gefahren und haben eine Nacht bei den Freiwilligen dort übernachtet, damit wir nicht in aller herrgottsfrühe aufbrechen müssen. Der Abend in East London war schon unglaublich toll, alle dort wiederzusehen, weil mehrere Einsatzstellen die Idee hatten früher nach EL zu fahren. Den Abend haben wir dann beim Champions League gucken in einer Bar direkt am Strand ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen ging es dann los nach Areena. Das Seminar IMAG2326war auch sehr spannend und hat total Spaß gemacht, aber vor allem fand ich es auch toll alle anderen Freiwilligen wiederzusehen. In Areena haben wir dann auch Giraffen, Schildkröten, Sträuße und Pfauen gesehen, was den Seminarort natürlich zu etwas besonderem gemacht hat. Die Giraffe ist uns bei einer Wanderung durch den Park nicht von der Seite gewichen und konnte sogar gestreichelt werden. Nach dem Seminar sind wir noch für eine Nacht in East London bei den Freiwilligen dort geblieben, weil mein Projektpartner Niko am Tag darauf Geburtstag hatte und gerne mit den anderen Freiwilligen zusammen reinfeiern wollte. Der Abend war auf jeden Fall sehr gelungen und alle hatten viel Spaß.

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Als wir dann nach Hause kamen, waren schon Ferien, also haben wir die freie Zeit genutzt, um surfen zu gehen und die Sonne am Strand zu genießen, bis dann unser „Urlaub“ begann. Zu der Zeit war auch ein Surf-Wettbewerb bei uns und zwar die Billabong Junior-Championchip. Das war schon krass zu sehen, wie gut die Kinder und Jugendlichen surfen konnten.IMAG2334   IMAG2336

Dann begann unser Urlaub. Ein Lehrer von der Schule aus Humansdorp hat eine 4-tägige Wandertour im Tsitsikamma Nationalpark mit uns unternommen. Am 1. Tag ging es mit voll bepackten Rucksäcken im vollgepackten Auto entlang der N2 Richtung Kapstadt in den Tsitsikamma Nationalpark. In diesen 4 Tagen haben wir nahezu alle Seiten des Nationalparks kennengelernt. Die Wanderung war unglaublich vielseitig: Mal sind wir auf ganz normalen Kieswegen gewandert, mal in einem Wald, der genauso auch in Deutschland hätte sein können, mal auf Sand, mal mussten wir auf Felsen und Steinen entlang klettern, mal über Flüsse hüpfen, mal in einer Art Dschungel. Wenn man dann nachmittags erschöpft an der Hütte angekommen war, wusste man auch, was man gemacht hat und konnte dann die eiskalte Dusche mit Bergwasser genießen (einmal war Solveig und mir so kalt, dass wir uns Wasser in einem Topf über den Feuer erhitzt haben, aber sonst haben wir kalt geduscht). Abends wurde dann bei Kerzenschein auf den Gaskochern die Suppe und die 2-Minuten-Nudeln gekocht, weil es auf den Hütten keine Elektrizität gab, und dann zu „späterer Stunde“ Karten gespielt und spätestens um halb 9, nachdem wir noch etwas den unglaublichen Sternenhimmel beobachtet haben, lagen wir alle todmüde im Bett. Der Hiking-Trip war ein unvergessliches Erlebnis!IMAG2346       IMAG2412

Nachdem wir zu Hause angekommen sind, bekamen wir schon Besuch von Yannic, einem Freiwilligen aus East London, der Jeffreys Bay mal kennenlernen wollte. Mit Yannic verbrachten wir also die ersten Schultage nach den Ferien in der Schule und in den Nachmittagsprojekten, aber waren auch surfen und haben ihm Jeffs ein bisschen gezeigt.

Am ersten Tag nach den Ferien bekam ich auch gleich tolleIMAG2435 Geschenke, gemalte Bilder, Gedichte und Briefe von Schülern aus meinem Unterricht und aus der Fußballmannschaft. Außerdem fan
d auch eine Versammlung statt, zu der alle Schüler zusammen gekommen sind. Es wurde vor allem gesungen und gebetet. Jetzt beginnt auch die Leichtathletik-Saison, weshalb die Kinder jeden Tag in den ersten Stunden mit ihren Lehrern trainieren, denn in ein paar Wochen ist ein Sportsday, bei dem die Häuser, in die die Kinder eingeteilt wurden, gegeneinander antreten.

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Für dieses Wochenende steht jetzt Kanu fahren, Strand und Surfen auf dem Programm.

In Jeffreys Bay wird es jetzt nach und nach immer voller. Je wärmer es wird,IMAG2450 desto mehr Menschen zieht es hier in die schöne Kleinstadt am Meer. Aber es gibt auch schon Weihnachtsdeko, obwohl hier bei dem Wetter irgendwie gar nicht an Weihnachten zu denken ist..

Aber ich bin überglücklich, in einer so tollen Stadt, nicht nur Urlaub zu machen, sondern ein ganzes Jahr verbringen zu dürfen. 🙂

Weitere Eindrücke:

Tsitsikamma:

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Und tschüss!!

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