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Auf und davon..

Time is flying

Hallihallo,

Kurz vor unserer Rückkehr nach Deutschland melde ich mich nochmal und erzähle von all den Dingen, die wir in den letzten Wochen noch erleben durften. Unzählige Abschiede, viele Tränen, aber auch wunderschöne Momente.

Beginnen werde ich mit der Woche vor den Winterferien, dort haben wir nämlich angefangen eine Wand an unserer Schule zu streichen. Dann hatten wir noch mal 3 Wochen Winterferien: 2 Wochen davon habe ich im Seaview Predator Park, „Lionspark“, als Freiwillige gearbeitet, die letzte Woche waren dann bei uns in Jeffreys Bay viele andere Freiwillige zu Besuch um die Surfweltmeisterschaften, die JBay Open, zu bestaunen. Nach den Ferien haben wir unsere Wand fertig gestellt, es gab noch mal eine Woche lang Sportunterricht mit allen Klassen und dann ging es los mit den ganzen Abschieden von den Nachmittagsprojekten, letzte große Sporttage an den Schulen und schlussendlich auch der tränenreiche Abschied von der Schule.

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Die letzte Woche vor den Winterferien Ende Juni verbrachten Niko und ich damit, eine Wand an unserer Schule zu streichen. Sie sollte sehr farbenfroh werden und unsere Idee war es, Silhouetten von Kindern mit einem Zitat von Nelson Mandela über Bildung zu verbinden. So fingen wir also an unsere graue Wand gelb zu streichen. Danach wurden die Silhouetten skizziert, wobei wir Hilfe von Kunstlehrern unserer Schule bekamen. Für die Silhouetten standen sowohl einige Kinder unserer Schule, als auch ich selbst, Modell. Als Zitat hatten wir dann das Folgende ausgewählt: „Education ist he most powerful weapon to change the world“. Denn Bildung kann so vieles verändern und das wollten wir sowohl den Lehrern und Kindern, die jeden Tag die Wand sehen, wenn sie auf den Parkplatz der Schule gehen/ fahren, aber auch den Bewohnern des Townships, die an der Schule vorbeigehen, (man kann die Wand von der Straße aus sehen), vermitteln, denn viele Menschen in dieser Gegend sind perspektivlos, doch die Wand soll sie daran erinnern, dass man durch Bildung einiges schaffen kann. Bis zu Ferienbeginn hatten wir dann den gelben Hintergrund, die Silhouetten und das Zitat geschafft.

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Gleich zu Ferienbeginn gab es dann ein großes Highlight. Wir hatten Karten für ein Rugbyspiel der südafrikanischen Nationalmannschaft gekauft, so sahen wir also zum ersten Mal die Springboks live. Und dann sogar noch einen hart umkämpften Sieg über Irland in einem Stadion mit einer tollen Stimmung. So konnten die Ferien beginnen!

Am nächsten Tag teilte sich unsere Gruppe. Solveig und Niko fuhren zusammen in den Urlaub, Nils blieb in Jeffreys Bay, um zu surfen, und für mich ging es in den Seaview Predator Park. Dort hatte ich mich für eine zweiwöchige freiwillige Arbeit beworben. Der sogenannte Lionspark besteht zuerst aus einem Abschnitt, wo man mit dem Auto durch fahren und freilaufende Giraffen, Zebras, verschiedene Böcke und Antilopen und noch ganz viele andere Tiere sehen kann. Dann gibt es Tiger- und Löwengehege, in denen 19 Tiger und Löwen untergebracht sind. In dem letzten Abschnitt ist das Restaurant des Parks, sowie die „Sanctuary Area“, in der es 5 Caracals (Wüstenluchse), 2 Servals, eine Leopardin, einen Puma, einen schwarzen Leoparden, 2 Hyänen, ein Buschschwein, zwei Meerkatzen, eine Baby Giraffe und einen Bauernhof-Streichelzoo mit Pony, Ziegen, Schweinen, Hühnern, Hasen, Pfauen, Ratten und Baby Krokodilen (die kann man nicht streicheln!) gibt.

Untergebracht war ich in einem kleinen Holzhaus neben den Löwen- und Tigergehegen, essen konnten wir im Restaurant. Meine Arbeit dort sah wie folgt aus: Morgens vor dem Frühstück wurden die Tiere der Sanctuary Area gefüttert, nach dem Frühstück war sogenannte „Project-Time“, in der Gehege gesäubert, Plattformen für die Tiere gebaut, Wasser erneuert oder an einigen Tagen die großen Wildkatzen gefüttert wurden. Nach dem Mittagessen war „Animal-Time“, das heißt wir konnten Zeit mit den Tieren verbringen. Bei den Caracals und Servals zum Beispiel konnten wir in die Gehege und mit ihnen spielen und kuscheln, die Babygiraffe, die Leoparden und den Puma konnten wir durch den Zaun streicheln, wenn sie gut gelaunt waren und zum Zaun kamen. Während ich dort war, haben auch andere Freiwillige dort gearbeitet, so hat die Arbeit gemeinsam echt Spaß gemacht und ich hatte eine tolle Zeit dort.

Wieder in JBay angekommen, entschloss ich mich spontan mit Jana, Emma und Solveig zum Festival nach Grahamstown zu fahren. Dort war nämlich ein Kunstfestival und an dem Wochenende wollten alle Freiwilligen gemeinsam den letzten Tag feiern. So wurde es eine kurze und unbequeme Nacht im Auto auf dem Parkplatz von Spar, aber es hatten alle viel Spaß.

Daraufhin ging es dann mit einer Gruppe von 14 Freiwilligen nach Jeffreys Bay. Leider hatten unsere Besucher kein Glück und die Surfweltmeisterschaften, der Hauptgrund ihres Kommens, wurden während der 5 Tage aufgrund von schlechten Wellen abgesagt und fanden erst statt, nachdem sie schon wieder weg waren. Trotzdem hatten wir in den 5 Tagen gemeinsam sehr viel Spaß, waren am Strand schwimmen und Fußball spielen, in der Stadt shoppen und vieles mehr. Als die Freiwilligen dann weg waren, fanden die Surfweltmeisterschaften doch noch statt. Sieger wurde der Australier Mick Fanning.

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Darauf den Montag ging dann die Schule wieder los und es ging in die Endphase unseres Jahres: noch 3,5 Wochen bis zum Abflug. Die erste Woche nach den Winterferien verbrachten wir damit unsere Wand fertig zu machen. Wir besserten das bereits Gemalte aus, setzten noch farbliche Akzente im Hintergrund mit grün und orange und fügten den Autor des Zitates, sowie unsere Namen hinzu.

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Die 2. Woche nach den Ferien war dann die letzte „richtige“ Schulwoche. Vormittags haben wir, bis auf Mittwoch, noch mal alle Klassen zum Sportunterricht rausgenommen und uns von ihnen verabschiedet. Mittwoch waren wir den ganzen Tag mit Nikos und Nils Jungs Fußballteams in PE bei einem von uns Freiwilligen veranstalteten Turnier mit 7 Mannschaften. Dabei holten sie einen erfolgreichen 3. Platz.

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Am Montag dieser Woche war die erste Abschiedsveranstaltung und zwar ging es mit meiner Mädchenfußball Mannschaft nach Seaview in den Lionspark, in dem ich in den Ferien gearbeitet habe, denn keines der Mädchen hatte vorher schon mal einen Löwen, Tiger, eine Giraffe oder ein Zebra gesehen. Das war ein richtig toller Tag und die Mädels hatten unglaublich viel Spaß.

Der Rest der Woche war ganz dem Mondplaas-Projekt gewidmet. Donnerstag waren wir ganz normal wie jede Woche zum Fußballspielen da. Freitag wollten wir eigentlich grillen, da machte uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Also sind wir einfach so hingefahren und haben so lange mit den Mondplaas-Kindern gespielt bis es Anfing zu regnen. Samstag war dann der große Tag: Mit 14 Kindern im Transport traten wir den Weg nach PE an. Im sogenannten Boardwalk spielten wir zuerst mit allen Kindern Bowling. Die wenigsten hatten das vorher schon einmal gemacht. Trotzdem hatten alle schnell den Dreh raus und alle hatten viel Spaß. Später spielten ein paar der Kinder auch einige Partien Pool. Bevor es zurück nach Hause ging wurden alle mit KFC versorgt und so wurde ein toller Tag abgerundet.

Die letzte Schulwoche startete gleich wieder mit einer Abschiedsveranstaltung. Und zwar hatten wir für das Tischtennisprojekt ein schulinternes Turnier zwischen Schülern, Lehrern und Freiwilligen organisiert. Es war schön zu sehen, wie viel Freude alle an der doch eher unbekannten Sportart hier hatten, sowohl die Lehrer als auch die Schüler.

Am Dienstag war es dann soweit: Der lange geplante finale Sporttag für unsere Schule fand statt. Wir wollten alle Kinder noch einmal in der Form des Sportes verabschieden und hatten ein vielseitiges Turnier geplant. Dafür hatten wir zuerst alle 15 Klassen der Stufen 1-3 auf dem Feld, die im Fußball, Rugby, Schubkarrenrennen, Sackhüpfen, Tauziehen und Kartoffellauf gegeneinander antraten. Es war ein buntes Durcheinander, aber es war wunderschön den Kindern die Freude anzusehen. Nachdem wir uns von den Klassen 1-3 verabschiedet hatten, alle eine kleine Schokolade bekommen und wir ein Foto gemacht haben, kamen die Klassen 4 und 5 aufs Feld, die im Fußball, Rugby, Zehnerball und Tauziehen gegeneinander antraten. Auch hier hatten alle sehr viel Spaß und auch das Wetter spielte den Tag mit und sorgte mit strahlendem Sonnenschein auch für einen kleinen Sonnenbrand auf dem einen oder anderen Gesicht. Zum Abschluss kamen dann die Stufen 6 und 7 aufs Feld, die in denselben Sportarten gegeneinander antraten. Am Ende des Tages hatten wir also alle 1400 Schüler noch mal auf dem Feld gehabt und allen hat es sehr gut gefallen.

Am Mittwoch ging es mit unseren Afternooncare-Kindern als Abschiedsprojekt zum sogenannten Lumo-Golf in die Fountainsmall. Lumo Golf ist Indoor Minigolf, wobei es aber dunkel ist und nur der Ball, die Umrandung der Bahn und das Loch leuchten. Keines der Kinder hatte hier jemals zuvor gespielt, so war es für alle ein tolles Erlebnis.

Den Donnerstag fand dann der Funday an der St. Patricks Primary School statt, wo Niko und ich auch mit halfen. Es gab eine Hüpfburg, Kinderschminken, ein Glücksrad, bei dem Sportspenden verschenkt wurden, und vieles mehr. Am Ende des Tages bekam jeder Schüler und Lehrer einen Heliumballon, an den eine Karte mit Wünschen gehängt wurde und dann wurden alle Ballons steigen gelassen. So war auch dieser Abschlusstag ein voller Erfolg.

Am Nachmittag veranstalteten wir das Abschiedsgrillen in Mondplaas, das vorherige Woche ins Wasser gefallen war. Mit 27 Kindern blieben wir bis in die Abendstunden um das Feuer bei Stockbrot und Marshmallows zusammen und genossen die letzten gemeinsamen Stunden.

 

 

 

Am Freitag hieß es dann Abschied nehmen von der Schule. Für Niko und mich wurde eine Assembly veranstaltet, das heißt die gesamte Schule kam zusammen. Dann wurden von verschiedenen Leuten Reden für Niko und mich gehalten und schließlich waren auch wir an der Reihe uns zu bedanken für alles, was die Schule für uns gemacht hat und für die Unterstützung. Während der Assembly sind zahlreiche Tränen geflossen, sowohl bei mir, als auch einigen Lehrern und Schülern. Anschließend gab es noch ein Abschiedsessen mit den Lehrern und so neigte sich der letzte Schultag unseres Freiwilligendienstes dem Ende zu.

Jetzt ist ein verlängertes Wochenende gewesen und morgen geht es schon nach PE, denn am Donnerstag geht der Flieger Richtung Deutschland. Jetzt ist also vor allem Packen und sauber machen angesagt, aber auch noch mal die letzten Stunden in Jeffreys Bay genießen.

Insgesamt habe ich in diesem Jahr Freiwilligendienst in Südafrika unglaubliche Erfahrungen gemacht, die ich nie vergessen werde, und ich bin so dankbar an alle, die mir das ermöglicht haben und an alle, die Teil dieser Erlebnisse sind. Dies war nun mein letzter Blogeintrag und ich hoffe, es hat Spaß gemacht ihn zu lesen und zu verfolgen, was ich hier so gemacht habe.

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Schon Freitag bin ich wieder in Deutschland, also bis dann!

 

Mehr Fotos:

Volunteering Lionspark:

Mondplaas Abschied Bowling:

Final Sportsday Pellsrus:

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Nur auf Achse..

Hallihallo!

In letzter Zeit waren wir wieder ganz viel unterwegs, wovon ich jetzt mal wieder berichten möchte. Ende April haben wir uns mit den PE Freiwilligen getroffen, waren mit denen bei dem Wasserfall kurz hinter Jeffreys Bay, dann hatten wir über den 1. Mai ein langes Wochenende, das wir Freiwilligen hier genutzt haben und sind nach Oudtshoorn, die Stadt der Straußen gefahren.

Im Mai war dann unser 3. und letztes Seminar mit allen Freiwilligen, diesmal nicht im altbekannten Areena Riverside Resort, sondern im kalten, bergigen Hogsback. Nach dem Seminar sind wir dann noch für den Rest der Woche nach Coffee Bay gefahren, um zu entspannen. Vorletztes Wochenende war dann das Highlight des Jahres für die Soccer Girls: Es ging zum Turnier gegen die Teams der anderen Freiwilligen nach East London.

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Also im April setzte dann schon bald nach den Ferien der Alltag wieder ein. In der Schule war ganz normal Unterricht, das Fußballtraining ging in die heiße Phase, alle Nachmittagsprojekte fanden wie immer statt. Die Wochenenden nutzten wir dann zum Entspannen. Ein Wochenende verbrachten wir mit den Freiwilligen aus Port Elizabeth. Den Samstag waren wir dann am Wasserfall, sind mit der Zipline ins Wasser gedüst oder die Jungs sind von der Klippe gesprungen. Nachmittags wurde dann gegrillt den ganzen Tag wurde die Sonne genossen und es wurde ganz viel erzählt und gelacht.

Das lange Wochenende über den 1. Mai sind wir 4 JBay-Freiwilligen nach Oudtshoorn gefahren. Oudtshoorn ist eine Stadt, die mehr im Inland liegt und für die Straußenzucht bekannt ist. Dort ist Halbwüste und es sieht landschaftsmäßig komplett anders aus, als das, was wir kennen.

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Am Freitag sind wir abends angekommen und haben dann den Abend beim Kartenspielen vor dem Kamin des Backpackers ausklingen lassen. Samstagvormittag hatten wir die Adventure Tour in den Cango Caves, einer Tropfsteinhöhle, gebucht. Die Cango Caves sind mit dem Tafelberg zusammen Wahrzeichen von Südafrika, und das nicht ohne Grund. Die Tropfsteinhöhle war unglaublich beeindruckend, so etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Nach der Führung, bei der wir uns alles angucken konnten, ging es dann für uns weiter zum abenteuerlichen Teil. Dort mussten wir zum Beispiel durch 27cm Spalten klettern und konnten so das Tunnelsystem der Höhle erkunden, was echt Spaß gemacht hat.

Am Nachmittag waren wir noch auf einer Straußenfarm, haben eine Führung gemacht, bei der ich einen Strauß auch füttern durfte, und anschließend haben wir auch Straußenfleisch auf der Farm gegessen. Danach waren wir noch auf einer abgelegenen Straße in wunderschöner Landschaft in der Halbwüste spazieren. Bei Sonnenuntergang ging es dann entlang der bekannten Route 62, schönste Straße Südafrikas, zurück in die Stadt. Den Abend ließen wir dann mit Kartenspielen vorm Feuer im Backpacker ausklingen.

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Am nächsten Morgen ging es los zur Cango Wildlife Ranch, direkt am Ortsausgang von Oudtshoorn. Dort haben wir zuerst eine Führung durch den Park gemacht mit Löwen, Tigern, Leoparden, Nilpferden, Krokodilen und allen möglichen anderen Tieren, etwas ähnlich wie ein Zoo. Später kamen wir dann den Leoparden noch etwas näher, denn in unserem Ticket war eine Aktion inklusive. Wir wählten die Aktion, bei der man die Leoparden streicheln konnte. Das war ein unglaubliches Gefühl diesen Tieren so nahe zu sein und sie zu berühren. Dann wollten wir noch mit den Krokodilen schwimmen. Die waren aber den Tag leider nicht mehr so aktiv und lagen nur, anstatt zu schwimmen, weshalb wir das auf den nächsten Tag verlegten. Abends machten wir uns im Backpacker ein Feuer, grillten und spielten Billiard.

Den Montag sind wir zuerst zu dem Rust en Vrede Wasserfall gefahren, wo wir ein riesiges Picknick machten. Gegen Mittag ging es dann noch mal zur Wildlife Ranch um das Croc-Cage-Diving nachzuholen. Als ich im Wasser war, hatten die beiden Krokodile auf einmal ziemliche Kampflust und haben sich gegenseitig attackiert, ein Krokodil, kam dann auch auf meinen Käfig zu, die beiden beruhigten sich dann aber schnell wieder. Das war alles ziemlich aufregend und adrenalinreich. Danach ging es dann auch schon wieder Richtung Heimat.

Vatertag haben wir uns mit den anderen Freiwilligen in Berlin, einer Einsatzstelle in der Nähe von East London, getroffen. Die Jungs waren dann unterwegs, Solveig und ich sind dann in die Schulen und haben die Mädchen in den Projekten in Berlin besucht, die wir auch noch nie gesehen hatten. Abends sind wir dann noch alle zusammen in East London feiern gewesen, schließlich muss man ja ein paar deutsche Traditionen auch hier mit hin bringen! Am Freitag sind wir mit den Bulungula-Freiwilligen nach ins Areena Riverside Resort gefahren und haben dort eine Quadtour gemacht, die wir Niko, meinem Projektpartner, zum Geburtstag geschenkt hatten. Das war echt cool zwischen den Giraffen und Zebras mit dem Quad zu fahren.

Samstag bis Dienstag war dann das letzte Seminar mit allen Freiwilligen zusammen. Das fand in Hogsback, einem Dorf in den Bergen, statt. Diesmal waren wir auch nicht in 4-Sterne Zimmern wir in Areena bei den letzten Seminaren untergebracht, sondern haben in Doppelbetten in Schlafsälen geschlafen. Es war auch echt kalt dort, sodass Mütze, Schal und eine Menge Tee und heißer Kakao gebraucht wurden, um während des Seminars nicht allzu sehr zu frieren. Neben den Seminarinhalten, die alles auf unsere Abreise und die Ankunft der Neuen vorbereiteten, waren wir wandern und zuerst in einem Niedrigseilgarten in Gruppen klettern, dann aber auch in einem knapp 10 Meter hohen Kletterkurs, was mir ziemlich Spaß gemacht hat.

Da die Woche nach dem Seminar eh schon „angebrochen“ war, hatten wir alles mit der Schule abgeklärt und sind weiter nach Coffee Bay gefahren, weil Solveig noch nie dort gewesen ist. In Coffee Bay waren wir dann mit in den Projekten, was total cool war, da die Projekte sich doch auch recht stark von unseren unterscheiden und es so interessant war auch diese Projekte noch kennenzulernen. Ansonsten waren wir auch am Strand in Coffee Bay und in den Backpackern, in denen viel selbstgemachter Schmuck verkauft wird.

Nach dieser aufregenden Woche mit Seminar und Urlaub in Coffee Bay ging es dann in der Schule in den Endspurt für das Mädchenfußballturnier, das am folgenden Wochenende stattfand. Die letzten organisatorischen Dinge wurden erledigt und natürlich auch fleißig trainiert. Am Donnerstag vor dem großen Turnier machten wir mit unseren Mondplaas Kindern einen Auflug zum Fluss. Dort wurde geschwommen, Fußball gespielt und gemeinsam gegrillt mit selbstgemachtem deutschem Kartoffelsalat. Im Anschluss gab es dann noch Stockbrot. Das war ein richtig schönes Erlebnis für die Kinder.

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Am Freitag ging es dann zusammen mit Solveigs Team schon morgens los, sodass wir am Nachmittag in East London ankamen. Bis zum Abendessen wurden dann mit allen 10 Freiwilligenteams zusammen Kennenlernspiele gespielt und alle hatten viel Spaß. Am Abend schauten wir dann noch gemeinsam den Film „She’s a man“, bei dem sich ein Mädchen als Junge verkleidet, damit sie Fußball spielen kann. Am Samstag nach dem Frühstück ging es dann los: Alle Teams versammelten sich auf dem Feld der A.W. Barnes Schule und nach dem Aufwärmen wurden die ersten beiden Spiele angepfiffen. Wir spielten in zwei Gruppen mit jeweils 5 Teams parallel auf 2 Kleinfeldern. Meine Mannschaft gewann ihr 1. Spiel etwas glücklich mit 1:0, das 2. Spiel blieb ein torloses Unentschieden. So gingen wir als Gruppenerster in die Mittagspause. Nach der Pause lief es dann nicht mehr so gut. Wir verloren beide Spiele und wurden so aufgrund eines schlechteren Torverhältnisses Letzter in unserer Gruppe. Die Mädels hatten aber super viel Spaß und die Sonne schien den ganzen Tag. Abends veranstalteten wir dann noch eine Party mit den Mädels in der Pausenhalle der Barnes, wo viel getanzt wurde.

Am Sonntag fanden dann die Halbfinals und die Platzierungsspiele statt. Für uns hieß das Spiel um Platz 9 gegen Solveigs Team aus Humansdorp, in dem wir uns aber leider im 7-Meter-Schießen geschlagen geben mussten. So verließen wir nach einem packenden Finale, in dem das Team aus Coffee Bay knapp gegen das Team aus Berlin gewann, nach der Siegerehrung als 10. Platz East London und machten uns auf den Weg nach Hause. Für die Mädchen war es ein ganz tolles Wochenende, sie hatten unglaublich viel Spaß, hatten die Möglichkeit eine neue Stadt zu sehen, Kinder aus anderen Orten kennenzulernen, gemeinsam Sport zu machen und das bereitete ihnen allen sehr viel Freude.

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Mittlerweile haben wir es auch endlich mal geschafft in Jeffreys Bay bei uns am Strand Sandboarden zu gehen. Das hat echt Spaß gemacht, auch wenn man ständig auf dem Hintern gelandet ist. Nun geht es bei uns auch in die Vorbereitungen für die Rückkehr, es wird sich bei Unis beworben und und und…

In der Schule beginnt jetzt die Examenszeit, es wird also nicht mehr viel Sport gemacht, dafür helfen wir bei den bürokratischen Sachen wie Klausuren sortieren, tackern und außerdem werden wir auch die Wand an unserer Schule streichen. Nächstes Wochenende geht es erstmal mit Nikos und Nils Jungsteams nach East London zum Fußballturnier, wo dann auch die EM gemeinsam mit den Kindern verfolgt wird.

Ende Juni beginnen dann auch schon die Winterferien, in denen ich wahrscheinlich 2 Wochen als Freiwillige in dem Lions Park in PE arbeiten werde und die letzte Woche kommen dann alle Freiwilligen zu uns nach JBay zum Winterfest, den JBay Open, einem riesigen Surfwettkampf mit den besten Surfern der Welt. Das wird noch mal richtig aufregend und dann beginnt schon das Verabschieden, denn nach den Ferien sind es nur noch etwas mehr als 3 Wochen, dann geht es schon wieder zurück nach Deutschland.

So neigt sich mein Jahr langsam dem Ende zu. Aber ich genieße jeden Moment und versuche aus jedem Tag das Beste rauszuholen.

Viele Grüße,

Alena

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Mehr Fotos:

Oudtshoorn:

Tierpark:

Rest:

Coffee Bay:

Fluss Mondplaas:

Girls Soccer East London:

 

Und wir sind im Moment noch ganz fleißig und bauen ein Schuhregal für unsere Wohnung 😀

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Roadtrip no. 3 and 4

Hallo zusammen!

In den Herbstferien habe ich wieder ganz viele tolle Sachen erleben dürfen. Zuerst haben mich meine Eltern für 2 Wochen besucht. Am Anfang waren wir in JBay, ich habe ihnen die Stadt und die Projekte gezeigt und dann begann der Roadtrip entlang der Garden Route nach Kapstadt. Nachdem ich meine Eltern dann nach der ersten Ferienwoche zum Flughafen in PE gebracht habe, ging es für mich noch am selben Tag mit den anderen Freiwilligen weiter Richtung East London, einem Zwischenstopp auf dem Weg in die Transkei nach Coffee Bay. Nach einer aufregenden letzten Ferienwoche in Coffee Bay und Bulungula ging es dann wieder zurück in die Heimat nach Jeffreys Bay, wo ich schon nach der ersten Schulwoche wieder Besuch von meiner Cousine bekam, die aber nur für das Wochenende da waren. Jetzt kehrt also wieder die Normalität ein und wir arbeiten motiviert in den Projekten und haben viel vor in der nächsten Zeit. Jetzt noch mal alles von Anfang.

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Eine Woche bevor die Herbstferien begannen, hatte ich das Glück meine Eltern vom Flughafen in PE abholen zu können und durfte die nächsten zwei Wochen mit ihnen verbringen. Nach einem sehr freudigen Wiedersehen am Flughafen machten wir uns auf den Weg nach Jeffreys Bay. Den Abend ließen wir bei einem gemütlichen Braai in unserer Wohnung (Braai ist der südafrikanische Begriff für Grillen) mit allen zusammen ausklingen.

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Die nächsten beiden Tage kamen meine Eltern dann mit in die Schule. Niko und ich haben noch normal Unterricht gemacht, so haben sie dann überall mal reingeschaut und auch bei den Nachmittagsprojekten, zum Beispiel beim Fußball, tatkräftig mitgeholfen und mitgespielt. Es war sehr schön für meine Eltern zu sehen, wie ich lebe und arbeite. So haben sie jetzt eine viel genauere Vorstellung davon, wenn ich beim Telefonieren mal wieder Geschichten aus der Schule erzähle. Mittwoch hatten wir dann noch einen Clean-Up-Day an unserer Schule organisiert, an dem wir Müllsäcke und Gummihandschuhe verteilt und dann sowohl die Klassenräume, als auch die Schulhöfe gesäubert haben. Dies war dann auch unser letzter Schultag, da am nächsten Tag schon die Reports (Zeugnisse) ausgeteilt wurden. Daher haben meine Eltern und ich den Tag gleich ganz genutzt und eine Safari im nahegelegenen Lombardini Game Reserve gemacht. Dort haben wir Nashörner, Giraffen, Zebras und Böcke gesehen und den ganzen Tag über natürlich auch ganz viel gequatscht und erzählt, was es Neues gibt in Deutschland und auch was ich hier so erlebt habe bisher. Außerdem waren wir noch bei einem Wasserfall ganz in der Nähe, bei dem man mit einer Zipline ins Wasser fahren kann.

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Am Freitag begannen dann offiziell die Schulferien und für uns ging auf der Garden Route zu unserem ersten Stopp nach Knysna. Dort haben wir am Abend noch die Innenstadt erkundet und waren abends an der Waterfront unterwegs. Am nächsten Tag haben wir dann das komplette Touristenprogramm Knysnas abgearbeitet: Zuerst haben wir den Countrymarket in Harkerville besucht, dort gab es zahlreiche regionale Köstlichkeiten, aber auch traditionelles Kunsthandwerk und Live Musik. Danach ging es weiter in den Elefantenpark, wo wir die Elefanten auch gefüttert und gestreichelt haben, was ein unbeschreibliches Erlebnis war! Zum Abschluss ging es dann noch in den kleinen Nationalpark „Garden of Eden“, in dem die ganze Vielfalt des Waldes von Knysna zu bestaunen war. Den Sonntag ging es dann weiter zum Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, an dem auch der indische und atlantische Ozean aufeinander treffen. Dort war es auch sehr, sehr schön.

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Der nächste Stopp am Montag hieß dann endlich Kapstadt! Zuerst bezogen wir unsere Zimmer, danach ging es durch den Großstadtverkehr, wo man als deutscher Rechtsfahrer im südafrikanischen Linksverkehr auch mal durcheinander kommen kann, in Richtung Innenstadt zur modernen Victoria&Alfred Waterfront, wo wir dann Abendbrot gegessen haben. Die nächsten Tage verbrachten wir mit einer Sightseeingtour, Shopping auf den berühmten Märkten, auf denen es Unmengen an Kunsthandwerk und traditioneller afrikanischer Kleidung zu kaufen gab, aber auch in den riesigen Einkaufs-Malls, die sehr europäisch aussehen. Außerdem sind wir auch auf den Tafelberg gefahren und zum Cape-Point und Boulders Beach, wo man mit dem afrikanischen Pinguin schwimmen kann. Das war auch alles sehr aufregend, obwohl ich das in den Sommerferien auch schon alles gesehen habe, aber es war schön das ganze noch mal mit meinen Eltern zu erleben. Des Weiteren sind wir auch den Chapmans Peak Drive gefahren, eine Straße, die an einem Berg entlang der Küste führt, wo man unglaubliche Landschaftspanoramen zu Gesicht bekommen hat. Einen Abend bin ich noch zum Sonnenuntergang auf den Lions Head gewandert (alleine, da die Wanderung recht anspruchsvoll ist), von wo ich glaube ich den schönsten Sonnenuntergang und Mondaufgang meines Lebens gesehen habe. Das waren Sachen, die ich im Sommerurlaub noch nicht gemacht hatte.

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Am Freitag ging es dann schon wieder ein Stückchen Richtung Heimat zu unserem ersten Stopp Hermanus. Von der Stadt haben wir nicht so viel gesehen, da wir erst abends ankamen und am nächsten Morgen gleich weiter sind. Hermanus ist sonst für Walbeobachtung berühmt, aber die sind dort nur von Juni-Dezember. Samstag sind wir dann aufgebrochen zu unserem nächsten Stopp Mossel Bay. Dort haben wir uns nur ein wenig die Stadt und den Hafen angeschaut, abends in einem Restaurant am Strand gegessen, wo wir beim Essen noch Delfine beobachten konnten und dann haben wir etwas improvisiert mit Kerzen und Kuchen in den Geburtstag von meinem Papa reingefeiert. So lange haben wir allerdings nicht gemacht, da wir am nächsten Tag eine lange Strecke vor uns hatten. Am Nachmittag erreichten wir den Lions Park in der Nähe von PE, wo wir dann Löwen, Tiger, Leoparden, Zebras, Giraffen, Erdmännchen und viele weitere Tiere beobachten konnten. Diese Tiere waren jedoch eingezäunt, da es sich hier zum Teil um kranke oder vom Aussterben bedrohte Tiere handelt, wie zum Beispiel der weiße Tiger. Die Gehege waren wesentlich größer als im Zoo, aber trotzdem anders als in einem Nationalpark oder Game Reserve nicht freilaufend. Erst am Abend kamen wir dann in PE bei unserem Gästehaus an. Den Abend verbrachten wir dann an der Promenade, wo aufgrund eines Festivals sehr viel los war, und im sogenannten „Boardwalk“.

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Am Montag war es dann leider schon an der Zeit sich zu verabschieden. Nach langen Umarmungen am Flughafen und auch einigen Tränen ging es für mich zurück nach Jeffreys Bay, wo ich nur schnell Sachen neu gepackt habe und gleich mit den anderen Freiwilligen los Richtung East London gefahren bin, wo wir bei den Freiwilligen dort geschlafen haben. So ging an diesem Tag Roadtrip Nr. 3 zu Ende und Nr. 4 begann. Am nächsten Morgen ging es los nach Coffee Bay, wo noch keiner von uns vorher war. Die Fahrt in die Transkei war, wie die Strecke nach Bulungula, herrlich: Wunderschöne Landschaften mit Rundhütten auf den Hügeln.

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Bei den Freiwilligen angekommen, die übrigens auch in zwei miteinander verbundenen Rundhütten leben, ging es nach der Begrüßung gleich zum Strand, die Sonne auskosten und ein bisschen baden. Die Abende verbrachten wir in verschiedenen Backpackern, wo oft auch Lagerfeuer war oder getrommelt wurde, was für uns aus Jeffreys Bay auch neu war. Den nächsten Tag wanderten wir in das 14km entfernte Lubanzi, entlang der Wild Coast mit atemberaubenden Ausblicken auf Meer und Land. Dort warteten auch einige Herausforderungen, zum Beispiel mussten wir einen Fluss durchqueren. Am Abend wurde sich dann auf der Dachterasse des Backpackers unter dem Sternenhimmel erholt, bevor es dann am nächsten Tag wieder zurück nach Coffee Bay ging. Auf der Wanderung passierten wir auch das berühmte „Hole in the Wall“, das aber gar nicht so spektakulär war wie erwartet, aber trotzdem schön.

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Für die letzte Nacht fuhren wir dann noch nach Bulungula, da die anderen Freiwilligen, mit denen wir unterwegs waren, noch nie dort gewesen sind. Dort entspannten wir nur etwas am Strand und ließen den Abend gemütlich im Bulungula-Feeling bei Kerzenschein ausklingen. Den Sonntag machten wir uns dann auf den Weg zurück mit einer Nacht Stopp in East London, da ich Montag das Mietauto wieder abgeben musste, bevor Dienstag die Schule wieder losging. So habe ich also auch in den Herbstferien wieder einiges vom Land gesehen, ganz viele neue Erfahrungen gemacht und unglaublich tolle Erlebnisse gehabt.

Die erste Schulwoche war noch etwas chaotisch und Freitag gab es für mich gleich wieder Besuch, da meine Cousine und ihr Freund über das Wochenende in Jeffreys Bay waren auf ihrer Reise entlang der Garden Route Richtung Kapstadt. So verbrachten wir das Wochenende gemeinsam, Freitag und Montag waren sie noch bei der Schule mit, Samstag habe ich ihnen Jeffreys Bay gezeigt, die Supertubes haben sich von ihrer besten Seite gezeigt, es waren viele Surfer da und dann kamen auch noch Delfine, die zwischen den Surfern geschwommen und auch mit die Wellen gesurft sind. Sowas hatte ich bis dahin auch noch nie gesehen. Sonntag waren wir noch gemeinsam in St. Francis, einer Stadt hier ganz in der Nähe. Montag hieß es dann schon wieder „Weiter geht’s!“ für die beiden, ich bin alleine in JBay zurück geblieben.

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Jetzt wird in der Schule und den Projekten wieder richtig durchgestartet. Niko und ich sind in unserer Schule jetzt im Cross Country involviert, wo wir Dienstag schon auf einem Wettkampf im Tsitsikamma mit waren. Außerdem geht das Mädchenfußballtraining in die heiße Phase, da wir im Mai an einem Turnier in East London teilnehmen, bei dem alle Mädchenmannschaften der Freiwilligen zusammen kommen. Dafür muss ich aus den 25 Mädchen 12 auswählen, die mitkommen dürfen. Mittwochs sind jetzt nahezu jede Woche Sportsdays, bei denen wir zu einer Schule hinfahren, bzw. eine Schule aus dem Umkreis zu uns kommt und die Kinder im Rugby, Netball und Fußball gegeneinander antreten. Letzte Woche haben Niko und ich zwei Abstellräume in der Schule entrümpelt und sauber gemacht und in dem einen Raum die Tischtennisplatte wieder aufgebaut, sodass auch das Tischtennisprojekt endlich wieder stattfinden kann.

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Unser Afrikaans wird auch immer besser. Jeden Tag lernen wir ein kleines bisschen dazu, was uns die Kinder, Lehrer, Sekretärinnen oder Hausmeister beibringen oder was wir einfach so aufschnappen. Mittlerweile verstehe ich echt viel und kann so auch einige Fragen der Erstklässler, die noch nicht viel Englisch sprechen, auch beantworten. Trotzdem versuche ich auch das Englisch weiter zu behalten, da es gut ist für die Kinder, wenn sie eine Person haben, mit der sie Englisch sprechen müssen. So verbessert sich deren Englisch auch ein wenig. So gibt es zum Beispiel Situationen, in denen die Kinder mich etwas auf Afrikaans fragen, ich auch verstehe, was sie sagen, aber sie trotzdem noch mal darum bitte mich auf Englisch zu fragen, einfach um das Englisch weiter zu schulen.

Bis zu den nächsten Ferien im Juni wollen wir dann noch eine Wand in unserer Schule streichen und einen Zahnputztag mit einem Zahnarzt aus JBay machen. Außerdem findet ein Jungs- und ein Mädchenfußballturnier in East London mit allen Freiwilligen statt und mit den Kindern aus dem Mondplaas-Projekt wollen wir demnächst grillen. So haben wir also einiges vor in den Projekten, aber ich freue mich riesig auf die Zeit mit den Kindern und werde jede Sekunde genießen!

Mehr Fotos:

Urlaub Mama+Papa:

JBay:

Knysna:

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Kap Agulhas:

Kapstadt:

PE:

 

Urlaub Freiwillige:

Coffee Bay+Lubanzi:

 

Wochenende mit Ela+Peter:

Der Alltag kehrt wieder ein…oder doch nicht?

So, ich melde mich mal wieder. Nach den Sommerferien ist zuerst der Alltag wieder eingekehrt. Der sieht zurzeit so aus: Jeden Tag sind wir von ca. 8 bis 2 Uhr in der Schule. Ich habe jeweils drei Stunden, in denen ich mit 30-45 Schülern (so groß sind die Klassen hier)  Sportunterricht mache. Es werden Spiele gespielt, Wurf- und Fangübungen mit Bällen oder Bohnensäckchen, Seilspringen, HoolaHoops oder Ähnliches gemacht. Ich habe alle 1.-3. Klässler einmal die Woche.

Unsere Nachmittagsprojekte sind normal von 2 bis 3 nach der Schule. Montags und dienstags habe ich Training mit meinem Girlssoccerteam, dort sind wir zurzeit, nachdem ich etwas Werbung gemacht habe, 30-40 Mädchen. Mittwoch haben wir Afternooncare. Dort machen wir mit ca. 10-15 Kindern zuerst Hausaufgaben, danach spielen wir kleine Spiele oder basteln, malen oder sind anderweitig kreativ.

Donnerstags sind wir von ca. 3 bis 5 in Mondplaas, ein ländliches geprägtes Dorf ca. 15 km von Jeffreys Bay entfernt. Dort spielen wir mit den Kindern und Jugendlichen der Community Fußball oder machen anderen Sport. Freitags mache ich manchmal noch Fußballtraining, wenn die Mädels Lust haben. Abends unter der Woche  mache ich oft noch Sport oder wir gehen zum Strand oder surfen. Am Wochenende wird dann entspannt, manchmal sind wir surfen oder unternehmen andere Dinge.

Nun zu den Ereignissen der letzten Zeit. Im Januar und Februar waren wir fast jedes zweite Wochenende mit den Leichtathleten unterwegs. Anfang Januar haben Niko und ich anhand der letzten Ergebnisse das Leichtathletikteam unserer Schule zusammengestellt und nahezu jeden Tag eine Stunde lang trainiert. Ende Januar war dann der erste Wettkampf, bei dem wir mit 105 Athleten gegen 11 andere Schulen aus dem Kreis Jeffreys Bay/ Humansdorp (vergleichbar mit Landkreisebene in Deutschland) angetreten sind. Unsere Schule wurde insgesamt 3. und 22 Kinder von uns qualifizierten sich für die nächste Runde. Diese fand 2 Wochen später in Patensie statt, vergleichbar mit der Bezirksebene in Deutschland, wo sich wiederum 18 Athleten von uns für die nächste Runde qualifizierten, die dann in Port Elizabeth stattgefunden hat. 2 der Sportler haben es sogar bis auf die Ebene des Eastern Capes (vergleichbar Landesebene) geschafft, für die nationale Ebene hat es dann leider nicht mehr gereicht. Trotzdem haben wir bei den Wettkämpfen ganz viele tolle Momente mit den Kindern erleben können und sind auch total stolz auf ihre Leistung.

Ende Februar haben wir auch noch mal die Freiwilligen in PE besucht und waren auch dort mit in den Projekten. Der größte Unterschied zwischen den Schulen in PE und meiner Schule in Jeffreys Bay liegt glaube ich in der Sprache. So war es für mich sehr interessant wie die Freiwilligen mit der Kommunikation klar kommen, wenn die Kinder isiXhosa sprechen. Bei uns an der Schule wird Afrikaans gesprochen, was dem Niederländischen sehr ähnlich ist und so auch recht leicht verständlich für uns Deutsche. Da die Kinder an den Schulen auch schon recht gut Englisch können, hat die Kommunikation dann doch gut geklappt.

An einem Freitag fand an unserer Schule der sogenannte Big Walk statt. Dort ist die gesamte Schule am Strand spazieren gewesen. Das war ein schönes Erlebnis auch für uns, weil es immer etwas Besonderes ist auch außerhalb des normalen Unterrichts mit den Kindern in Kontakt zu sein. So war es schön, sich mit den Kindern und auch Lehrern zu unterhalten und Spaß zu haben am Strand.

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In den letzten Wochen haben wir außerdem angefangen mit einigen Kindern aus unserer Schule Handball zu trainieren, denn dieses Wochenende fand ein großes Projekt statt: Die Continental Handball Clinic in Port Elizabeth mit allen ASC-Einsatzstellen zusammen. Aus unserer Region durften wir 10 Kinder mitnehmen. So kam es, dass wir 5 Kinder aus Pellsrus und 5 Kinder von St. Patricks ausgewählt haben, die sich gut im Sportunterricht hervorgehoben haben und ein paar Wochen vorher angefangen haben, Handball zu trainieren, denn Handball war bis dahin an unseren Schulen nicht bekannt. So war es auch interessant für uns diese neue Sportart einzuführen. Am Freitag ging es dann mit unseren 10 aufgeregten Kindern los nach PE, wo sie schon bald auf Kinder aus dem gesamten Eastern Cape stoßen sollten. Der Abend verlief dann nach einigem Versteck-Spielen oder „Jungs ärgern die Mädchen“  ganz ruhig ab und die Kinder hatten eine ruhige, jedoch nicht allzu lange Nacht. Früh am nächsten Morgen ging es los zum Hockey-Feld, auf dem die 220 teilnehmenden Kinder 10 Stationen zum Thema Handball mit Werfen, Fangen, Zielwurf, etc. absolvierten. Es war den Tag extrem heiß, sodass es eine Riesenfreude gab, als die Rasensprenger angeschaltet wurden.

Am Nachmittag ging es dann in die Sporthalle nach Kwazakehle, in der jedes Team ein Handballspiel bestritt. Unsere Kids haben sich super geschlagen und ein 2:2 gegen die Mannschaft aus Bulungula erreicht. Später sollte es eigentlich noch zum Strand gehen, das Wetter machte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung, sodass wir nur den großen Steg an der Waterfront in PE im Regen mit den Kindern Hand in Hand hinauf gerannt sind und das Meer beobachtet haben. Der ereignisreiche Tag wurde durch einen Kinobesuch abgerundet, bei dem die meisten Kinder jedoch nichts mehr von dem Film mitbekommen haben, da sie, sofort als sie in dem Kinosessel saßen, erschöpft eingeschlafen sind. Am Sonntag gab es dann für die Kinder noch ein Handballspiel zu sehen: Der südafrikanische Handballmeister PE Vikings gegen eine zusammengewürfelte Truppe von uns Freiwilligen. Die Vikings waren uns sehr überlegen, jedoch hat es allen viel Spaß gemacht und auch für die Kinder war es interessant ein „richtiges“ Handballspiel zu sehen. Am Nachmittag sind wir dann mit unseren Kids noch zum Strand, wo dann auch unter Sonnenschein gebadet werden konnte, bevor es dann zurück in die Heimat nach Jeffreys Bay ging. Alle Kinder hatten ein total aufregendes und tolles Wochenende mit ganz viel Spaß.

Gestern und heute schloss unsere Schule bereits um 10 Uhr, da die Lehrer danach an einem Workshop teilnehmen mussten. Daher wollten wir diese Tage nutzen, um andere Projekte zu besuchen, die wir sind während der Schulzeit nicht besuchen können. Am Dienstag sind wir nach Mondplaas in den Crèche gefahren, eine Art Vorschule für 3-5 Jährige. Das ist unglaublich, was da in ehemaligen Schiffscontainern aufgebaut wurde und was die Kinder für Spielmöglichkeiten dort haben, in einem Dorf, in dem es eigentlich nichts gibt und nur von der Landwirtschaft gelebt wird. Heute ging es für uns mit zu den anderen Freiwilligen nach Humansdorp, was auch recht interessant war zu sehen, denn in der Schule sind andere Gegebenheiten, jedoch unterscheidet sich der Unterricht kaum von dem, was wir von unserer Schule in Jeffreys Bay kennen.

Am Sonntag kommen dann meine Eltern zu Besuch, worauf ich mich schon riesig freue. Zuerst sind wir noch eine Woche in Jeffreys Bay, in der ich ihnen zeigen möchte, wie ich hier lebe und wie mein Alltag aussieht. Ab Freitag sind dann Schulferien und für uns geht es dann in den Urlaub. Mit einigen Stops auf der Garden Route fahren wir hoch nach Kapstadt. Ich freue mich schon total auf die gemeinsamen Unternehmungen und Erlebnisse. Wenn meine Eltern wieder zurück nach Deutschland fliegen, fahre ich noch eine Woche mit den anderen Freiwilligen in die andere Richtung in die Transkei nach Coffee Bay und Bulungula, bevor dann im April die Schule wieder losgeht.

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Bis dahin hoffe ich auf einen sonnigen Herbst hier in Südafrika und einen ebenfalls sonnigen Frühling in Deutschland 🙂

Fotos:

Schule:

Afternooncare:

Leichtathletik:

Big Walk:

Handballclinic PE:

Sommerferien

Am Mittwoch hat für uns die Schule nach den langen Sommerferien wieder begonnen. Es war schön, die Kinder und Lehrer wiederzusehen. Alle haben sich sehr gefreut, dass wir wieder da sind und haben uns umarmt. Ab Montag beginnen wir wieder mit dem ganz normalen Sportprogramm. Ich bin gespannt, wie das mit den neuen Erstklässlern wird, aber ich denke auf jeden Fall, dass wir gemeinsam schöne Sportstunden haben werden.

Nun werde ich aber erst einmal von den großen Ferien berichten.

IMG-20151216-WA0404Am 06.12. kam mein Freund Maxi aus Deutschland hierher geflogen. Dann verbrachten wir 07.12. gemeinsam einen Tag in der Schule, wo ich ihm ein wenig zeigen konnte, wie meine Arbeit hier aussieht. Dann haben wir uns von allen Lehrern und Kindern verabschiedet und dann ging es Richtung East London, da am 08.12. unser 2. Seminar begann. Dort haben wir mit einigen anderen Freiwilligen eine Nacht in East London verbracht, bevor es dann am nächsten Morgen wieder nach Areena ging, wo das Seminar stattgefunden hat. Es war sehr schön alle Freiwilligen wiederzusehen und sich auszutauschen. Besonders emotional war die Verabschiedung von Lars König, dem Repräsentanten des Landes Niedersachsen in dem Eastern Cape, der nun beruflich wieder zurück nach Brüssel geht und somit das Projekt hinter sich lässt. Ansonsten war das Seminar wieder sehr interessant, es war schön sein eigenes Projekt dem ASC in Person von Julia vorstellen zu können.

Nach dem Seminar ging es für alle FreiwilligenDSC_1091 in den Urlaub. Meine Mitbewohner sind mit Freunden in die Drakensberge gefahren, ich bin zuerst mit Maxi wieder zurück nach JBay gefahren und habe dort ein paar Tage mit ihm verbracht. Wir waren am Strand, surfen und bei den Supertubes. Jeffreys Bay war in den Ferien nicht mehr wiederzuerkennen. Alles war auf Tourismus ausgelegt. Es gab eine Art Rummel am Strand, ganz viele kleine Stände wurden aufgebaut und es war so voll wie noch nie zuvor. Ich musste feststellen, dass mir da die schöne, verschlafene Kleinstadt doch besser gefällt, auch wenn es cool war, dass jetzt mal richtig was los war hier.

Am 13.12. ging es für uns dann los in den Addo Elephant Nationalpark. Unsere Unterkunft war etwa 30km von dem Park selbst entfernt. Dort haben wir am ersten Tag Zip-Lining gemacht, also so eine riesige Seilrutsche abgeseilt über einen Fluss hinweg.

IMG-20151216-WA0299Am nächsten Tag waren wir zuerst ein bisschen am Pool in der Sonne, nachmittags ging es für uns dann auf Safari im Schotia Game Reserve. Das war unglaublich. Wir haben Elefanten, Giraffen, Antilopen, Gnus, Nashörner, Warzenschweine, Zebras ein Krokodil und am Ende sogar auch Löwen gesehen, und noch ganz viele andere Tiere. Das war etwas ganz besonderes die Tiere so in der Natur zu sehen, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Außerdem gab es auch sehr leckeres Essen, nachmittags ein kleiner Snack und abends eine warme Mahlzeit. Die Safari war ein voller Erfolg! Der nächste Tag war dann der letzte Tag vor unserer Weiterfahrt in den Tsitsikamma Nationalpark. Diesen Tag nutzen wir komplett, um mit unserem Mietwagen auf eigene Faust durch den Addo Elephant Nationalpark zu fahren. Dort haben wir noch mal ganz, ganz viele Elefanten und Zebras gesehen, aber auch Wasserbüffel. Somit haben wir insgesamt an den Tagen 4 der „Big Five“ gesehen. Elefant, Nashorn, Wasserbüffel und Löwe, fehlen tut nur noch der Leopard, der aber sehr scheu und deswegen selten zu sehen ist.

Am nächsten Tag sind wir dann aufgebrochen in Richtung des Tsitsikamma Nationalpark. Dort haben wir zuerst das Dorf, in dem unsere Unterkunft war, ein wenig erkundet, abends waren wir dann beim Weinachtssingen der örtlichen Gemeinde, von dem wir durch ein Plakat erfahren haben, was wir trotz Regens sehr schön fanden.

Am nächsten Morgen sind wir dann in den DSC_1428Stormsriver Mouth Nationalpark gefahren und waren dort in der wunderschönen Landschaft wandern. Wir waren bei einem Wasserfall und sind natürlich auch über die berühmte Hängebrücke gegangen. Am nächsten Tag war dann auch der Urlaub im Tsitsikamma vorbei und es ging zurück nach JBay, wo wir noch ein Wochenende im Trubel der Ferien verbrachten, bevor es für Maxi dann zurück nach Deutschland ging.

Nachdem ich Maxi wieder zum Flughafen gebracht hatte, ging es für mich auch schon wieder ans Sachen Packen, da ich am nächsten Morgen schon wieder einen Fernbus nach Mhtata nehmen musste, um mit den Freiwilligen aus Berlin, Coffee Bay und den Jungs aus East London gemeinsam Weihnachten bei den Freiwilligen aus Bulungula in der Transkei zu feiern. In Bulungula waren wir dann schwimmen, am Strand, haben Fußball mit den Kindern aus dem Dorf gespielt und haben einfach die Zeit genossen. Heiligabend saßen wir dann bei einem Lagerfeuer am Strand zusammen und haben Weihnachtslieder gesungen. Fast alle Freiwilligen haben sich irgendwie ein bisschen nach Hause nach Deutschland gewünscht, aber wir haben gemeinsam das Beste daraus gemacht. Am 1. Weihnachtstag habe ich mit meinen Mitbewohnern und noch einem anderen Freiwilligen dann eine Wanderung entlang der Wild Coast nach Lubanzi gemacht. Diese Landschaft war wunderschön, so etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen, so friedlich. In Lubanzi haben wir dann eine Nacht in dem Backpacker geschlafen und am nächsten Tag ging es dann zurück nach Bulungula.

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Am 27.12. sind wir dann gemeinsam aufgebrochen und haben uns mit Zwischenstops in East London und Jeffreys Bay auf den Weg nach Kapstadt gemacht. In Kapstadt waren wir dann vom 29.12.-03.01. Kapstadt ist die schönste Stadt, in der ich bisher gewesen bin. In Kapstadt waren wir dann in der Stadt, im Hafengebiet, haben eine Rundfahrt und eine Stadionführung gemacht, sind auf den Tafelberg gewandert, waren auf einer Pinguin-Farm und am Kap. Silvester haben wir uns mit allen Freiwilligen an einem Strand gegenüber vom Tafelberg getroffen und sind dort dann gemeinsam ins neue Jahr gestartet. Das Feuerwerk hielt sich ziemlich in Grenzen, aber die Nacht war trotzdem schön.

Am 03. sind wir dann zurück nach JBay gefahren, S0020047wo die anderen Freiwilligen, mit denen wir auch im Urlaub waren, noch ein paar Tage bei uns geblieben sind. Am 07.01. habe ich mit 5 weiteren Freiwilligen einen Bungy-Jump von der Bloukrans-Brücke 216m in die Tiefe gemacht. Das war unglaublich!

Alles in allem habe ich die Ferien echt viel erlebt, ganz viel vom Land gesehen und tolle Erfahrungen gemacht.

Fotos:

Urlaub Maxi:

Jeffreys Bay:

Addo:

Tsitsikamma:

Urlaub mit anderen Freiwilligen:

Kapstadt:

Jeffreys Bay:

 

Jetzt geht die Schule wieder richtig los und ich freue mich wieder auf die Arbeit mit den Kindern und bin ziemlich motiviert jetzt wieder richtig durchzustarten mit dem Programm. Die letzten Tage haben Niko und ich ein Leichtathletikteam der Schule zusammengestellt, mit dem wir ab morgen jeden Tag eine Stunde trainieren, bis am 30.01. der große Wettkampf gegen die anderen Schulen stattfindet. Darauf freue ich mich auch schon ziemlich.

Jetzt werden wir den Sommer hier noch ein wenig genießen. 🙂

Holidayprogram.. und tschüss !

Die letzten Wochen waren geprägt vom Ferienprogramm, das wir für die Schulen geplant haben. Dafür musste sehr viel vorbereitet werden, sodass es nicht allzu schlimm war, dass nachdem die Klausuren geschrieben waren, nicht mehr viele Kinder zur Schule kamen. So hatten wir genügend Zeit zum Planen und Organisieren. Diese Woche war es dann soweit: Das „Ferienprgramm“, das wir extra vor den Ferien geplant hatten, startete. Wir haben das Programm extra vor die Ferien gelegt, da schon am Dienstag unser zweites Seminar beginnt. Außerdem kommen die meisten Kinder nachdem die letzten Klausuren geschrieben sind, also die letzten zwei Wochen, nicht mehr zur Schule, weil die Lehrer beschäftigt sind mit Korrigieren und so die Kinder nichts zu tun haben. Wir wollten den Kindern einen Grund geben zur Schule zu kommen, deswegen haben wir das Programm organisiert.

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Am Dienstag ging es dann mit einem Sporttag für die Klassen 1-3 der beiden Schulen, also Pellsrus und St. Patricks zusammen. Dort hatten wir 16 Stationen geplant: Von Dosenwerfen über Fußballspielen, Tennis und Wassertransport bis zum Basteln war alles dabei. Es waren insgesamt 50-60 Kinder da, die wir dann in 4 Gruppen aufteilten und jeder von uns Freiwilligen eine Gruppe übernahm und dann mit der Gruppe die Stationen durchlief. Die Kinder hatten sehr viel Spaß und mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Obwohl es sehr dunkel wurde zum Teil hat es doch nicht geregnet.

Am Mittwoch war dann der IMG-20151204-WA0092Strandtag für die Klassen 4-7 von Pellsrus. Dort waren ca. 70 Kinder vorort, die zuerst einen Vortrag über Gefahren des Wassers und der Sicherheit am Strand bekommen haben und danach haben wir mit ihnen Fußball, Volleyball, Frisbee, Beachtennis und Badminton gespielt. Alle hatten viel Spaß und als wir dann auch noch ein paar Delfine direkt vor der Nase derjenigen, die im Wasser waren, gesehen haben, war natürlich die Euphorie groß.

Am Donnerstag haben wir dann den Strandtag für die Klassen 4-7 aus Humansdorp wiederholt, da einige der Kinder noch nie am Strand waren, war es für die ein besonderes Ereignis. Dort haben wir noch mal dieselben Sachen, wie am Tag davor, mit den Kindern gemacht und für die war es noch mehr etwas Besonderes, da Humansdorp mehr im Inland ist und die also den Strand nicht so direkt haben wie die Kinder aus Jeffreys Bay.

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Alles in allem war es ein sehr gelungenes Holidayprogramm für alle Beteiligten, alle hatten viel Spaß und alles hat gut geklappt und das Wetter hat auch mitgespielt.

Jetzt am Wochenende kommt mein Freund mich dann besuchen und nächste Woche beginnt das 2. Seminar für alle Freiwilligen und danach beginnt mein Urlaub. Zuerst fahre ich mit meinem Freund in den Addo Elephant Park, danach noch 3 Tage in den Tsitsikamma Nationalpark und wenn er wieder zurück nach Deutschland fliegt, fahre ich mit dem Bus nach Bulungula, wo ich dann mit den anderen Freiwilligen zusammen Weihnachten feiere. Über Silvester sind wir dann alle zusammen in Kapstadt, wo wir dann auf dem Rückweg nach Jeffreys Bay noch ein paar Stops auf der Garden Route machen. Ich freue mich schon sehr darauf in den Ferien so viel von Südafrika sehen zu können.

Ich werde also erst im Januar den nächsten Blog-Eintrag schreiben. Bis dahin werde ich sehr, sehr viel erleben, also freut euch schon mal 🙂

Euch wünsche ich allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016.

Fotos Holidayprogram:

Sports clinics:

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Beachdays:

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WE LOVE J-BAY

Die letzten paar Wochen waren vor allem von der20151017_184057 Rugby-WM geprägt. Viele Spiele der Springboks (Südafrika) und auch der All Blacks (Neuseeland) haben wir hier verfolgt, entweder im Jolly Dolphins, einer Bar direkt am Strand, auf Großbildleinwand, oder bei Drazene und Deon zu Hause, dem Lehrerehepaar, die hier unsere Ansprechpersonen bei allen Fragen und Problemen sind. Dort haben wir dann  auch mal einen südafrikanischen Braii erlebt (gegrillt).

IMG-20151022-WA0002Am 28.10. fand ein Awards evening von unserer Schule in der Newton Hall in Jeffreys Bay statt, einer Art Gemeindesaal. Dort wurden Zertifikate für besonders gute Leistungen in bestimmten Schulfächern oder auch für sozial engagierte Schüler ausgehändigt. Niko und ich hatten einen Riesenspaß diesen Saal zu schmücken, denn es IMG-20151022-WA0005mussten Vorhänge auf der Bühne aufgehängt werden, wofür der ein oder andere Stuhlturm gebaut werden musste, da keine Leiter vorhanden war (REKORD: 12 (!!!) Stühle übereinander). Zum Glück hat alles gehalten und das Ergebnis hat sich auch sehen lassen. Niko und ich haben auch ein Zertifikat für unsere Freiwilligenarbeit im Sportunterricht bekommen. Besonders schön war es, diese Bestätigung auch durch die Kinder zu bekommen, die total ausgeflippt sind, als unsere Namen gesagt wurden und ganz laut applaudiert haben, als wir auf die Bühne gingen. Das war ein wirklich schöner Abend. Darauf die Woche fand dann der Awards evening von der St. Patricks PS statt. Auch dort waren wir eingeladen und hatten einen netten Abend mit leckerem Essen.

Am letzten Donnerstag und Freitag im Oktober fand dann der Sportsday statt, an dem die Häuser unserer Schule gegeneinander antraten. Am Donnerstag waren Wettkämpfe in den Disziplinen Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen. Da war ich beim Hochsprung bei den Mädchen eingesetzt. An beiden Tagen waren die meisten Schüler in den Farben ihres Hauses gekleidet, sodass man immer gut erkennen konnte, zu welchem Haus welcher Schüler gehört. Am Freitag waren dann die Laufdisziplinen an der Reihe. Dort mussten wir an der Ziellinie nach jedem Lauf schauen, wer welchen Platz belegt hat. Die Sportler wurden lautstark von ihren Mitschülern aus demselben Haus angefeuert und es war trotz Regen eine sehr gute Stimmung auf dem Sportplatz. Sieger nach beiden Wettkampftagen war das rote Haus.

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Mittlerweile haben wir auch angefangen hier etwas Sport zu treiben. Zum Joggen gibt es echt schlimmere Orte als den Strand direkt vor unserer Haustür. Zuerst laufen wir auf der Straße Richtung Paradise Beach, der seinem Namen alle Ehre macht, vor allem wenn die Sonne scheint, dann geht es am Strand entlang zurück zu unserer Wohnung.

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Als Malte, ein Volunteer aus Port Alfred, hier war, haben wir das Island Vibe entdeckt, ein schöner Backpacker, besonders für junge Leute, ganz in der Nähe von unserer Schule. Hier kann man sehr schnell sehr viele Leute aus aller Welt kennenlernen, so wie wir an dem Abend, unter anderem auch einen anderen deutschen Freiwilligendienstler, der im selben Township arbeitet wie wir. Da werden wir bestimmt noch das ein oder andere mal hingehen!

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Letzte Woche begann dann unser Trip nach Bulungula, über 600km nordöstlich von Jeffreys Bay, ein kleines Dorf, direkt an der Küste gelegen, in der Transkei. Dafür brachen wir am Dienstag nach der Schule mit unserem schönen gemieteten Hyundai ix35 auf, zuerst nach East London. Dort verbrachten wir eine Nacht bei den Freiwilligen Vorort bis es dann am Mittwoch weiter ging nach Bulungula. Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis. Nachdem wir über die Kei-Bridge gefahren sind, war es, als wären wir in eine andere Welt gefahren. Die Häuser waren nun Rundhütten, es war nicht mehr alles auf einem Fleck, sondern auf jedem Hügel waren ein paar Rundhütten. Es waren nicht mehr wirklich Grenzen zwischen den Dörfern zu erkennen, es kreuzten immer mehr Kühe, Ziegen und Schafe die Autobahn und die letzten 1,5 Stunden sind wir auf einer Dirtroad gefahren, einer unbefestigten Straße mit dem ein oder anderen Schlagloch. Am späten Nachmittag haben wir dann unser Ziel erreicht: BULUNGULA. Ein kleines, nettes Dorf in der Transkei direkt an der Wild Coast.

IMG-20151108-WA0070Dort haben wir dann die Freiwilligen Motitz und Paul überrascht, die so früh noch gar nicht mit uns gerechnet hatten. Den ganzen Abend wurde dann ganz viel erzählt von den Urlauben und den letzten Wochen. Am nächsten Tag gingen wir mit in die Projekte.

Am Morgen vor der Schule ging es zuerst in den20151106_114457 Bulungula Incubator, eine NGO mit angrenzender Vorschule. Dort wurden einige Fragen zu Computerproblemen geklärt, bevor wir dann den einstündigen Fußweg zur Schule antraten. Dort wurden wir ganz herzlich begrüßt, die Kinder waren sehr offen und wollten uns sofort kennenlernen und wir wurden auch den Lehrern vorgestellt. Im Unterricht halfen wir hier und da mit und erlebten so den Schulalltag an einer Schule auf dem Land, anders als bei uns die Schule in der Stadt. Am Nachmittag ging es dann die eine Stunde wieder zurück, diesmal jedoch in Begleitung einiger Kinder, die auch nach Hause gingen.

20151105_083540Zum Sonnenuntergang gingen wir dann in der Lagune nah am Meer schwimmen, was ein ganz besonderes Erlebnis war. Wie die Sonne hinter den Hügeln unterging, hatte schon etwas an sich. Den Freitagvormittag verbrachten wir dann im Bulungula Incubator, wo ich unter anderem bei der Neugestaltung des Blogs half. Natürlich wurde auch mit den Kindern der Vorschule gespielt, als diese Pause hatten. Am Nachmittag begleiteten wir die Freiwilligen dann zu dem letzten Projekt der Woche und zwar arbeiten die beiden zu der Zeit mit einigen musikbegeisterten Jugendlichen aus Bulungula, nehmen Songs auf und drehen Musikvideos dazu.

20151106_164701An dem Tag wurden zwei neue Songs aufgenommen, wovon wir alle sehr beeindruckt waren. Am Abend gingen wir wieder schwimmen, diesmal aber im Meer und leider nicht bei Sonnenuntergang, weil es etwas bewölkt war. Den Samstag verbrachten wir dann am Strand und in der Lodge bei einem Lagerfeuer. Am Sonntag hieß es dann bei Sonnenaufgang „Tschüss Bulungula“ und wir machten uns auf den 10-stündigen Heimweg.

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Zurzeit sind ein paar Leute vom ASC Göttingen hier in Südafrika um unsere Projekte anzuschauen und zu sehen, wie wir hier leben. Am Mittwochnachmittag waren wir dann an der Reihe unsere Nachmittagsprojekte zu zeigen. Hierfür organisierten Solveig und ich ein Fußballspiel unserer Mädchenmannschaften gegeneinander. Mein Team verlor leider knapp mit 2:1, aber alle hatten viel Spaß und man konnte sehen, dass unsere Nachmittagsprojekte sehr gut laufen. Für die Mädchen war es schon etwas Besonderes die Trikots anzuziehen und alle waren sehr aufgeregt, da es für die meisten ihr erstes Fußballspiel war.

IMAG2626Am späteren Nachmittag kamen Ingo, Daniel, Lars und Brett dann auch zu uns nach Hause, um sich unsere wunderschöne Wohnung anzuschauen. Außerdem hatten sie uns mitzuteilen, dass wir die Möglichkeit haben in den nächsten Wochen ein weiteres Nachmittagsprojekt in der Nähe von Jeffreys Bay aufzubauen. Daran arbeiten wir jetzt und versuchen dieses bald ins Laufen zu bringen. Am Donnerstag kamen sie dann mit in unsere Schulen. Wir führten sie ein wenig herum und stellten ihnen unsere wichtigsten Kontaktpersonen in der Schule vor. Alles lief sehr gut und auch der ASC scheint recht zufrieden zu sein mit unserer Arbeit in den Projekten, was uns sehr glücklich macht, denn wir möchten natürlich, dass die Projekte in Jeffreys Bay und Humansdorp auch in den nächsten Jahren weiterhin im Voluntärprogramm bleiben.

Heute wollte ich den Strandausflug mit meiner Mädchenfußballmannschaft nachholen, der vor 2 Wochen wegen schlechten Wetters ausgefallen ist. Um 2 wollte ich mich mit meiner Mannschaft treffen. Um 20 vor 2 zogen schwarze Wolken auf, um Viertel vor 2 fing es an wie aus Eimern zu schütten. Irgendjemand hat etwas dagegen, dass ich einen Strandtag machen möchte. Aber ich versuche es nächstes Wochenende noch einmal, ich gebe nicht auf. Vielleicht klappt es dann ja im 3. Anlauf.

Impressionen aus Bulungula:

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Whale-Watching, Seminar und Ferien

In den letzten Wochen ist wieder einiges passiert. Wir waren auf einem Schul-Fußballturnier mit der Jungen-Mannschaft, wir haben unseren 1. südafrikanischen Feiertag erlebt und zwar den Heritage Day, dann haben wir noch Whale-Watching gemacht, hatten unsere erste Surfstunde, hatten unser erstes Seminar und die ersten Schulferien.

Aber nun der Reihenfolge nach.

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Nikos Mannschaft

Ein paar Tage, nachdem ich meinen letzten Eintrag hochgeladen habe, war ich mit Nikos Fußball-mannschaft mit bei einem Turnier gegen andere Schulen in Hankey. Das war eine interessante Erfahrung, zu sehen, wie die Schulturniere hier ablaufen. Fußballerisch war es leider kein großer Erfolg, aber die Kinder hatten Spaß und das ist ja das wichtigste.

Auf der Rückfahrt hatten wir ein Ereignis, das es wahrscheinlich zur in Afrika geben kann: Vor uns ist ein Bakkie gefahren, auf dessen Ladefläche knapp 20 Kinder saßen. Die Kinder haben uns die ganze Zeit angeschaut, also haben wir irgendwann angefangen zu winken und uns wurde sofort zurück gewunken. Dann haben wir angefangen Schnick-Schnack-Schnuck mit denen zu spielen, durch unsere Windschutzscheibe natürlich, und die Kinder haben sich total gefreut. Für unsere Fotos haben sie auch noch nett posiert. Als sie dann abgebogen sind, haben sie uns noch ein letztes Mal zu gewunken und sich so verabschiedet. Da hat man gesehen, dass auch eine Begegnung ohne Worte besonders sein kann.

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Dieselbe Woche haben wir unseren ersten südafrikanischen Feiertag miterlebt, und zwar den Heritage Day. Hier in Jeffreys Bay wurde das weniger traditionell gefeiert, als in anderen Gebieten Südafrikas, aber es ist hier wohl üblich einen Braii zu machen, also zu grillen. Diesem Gebrauch sind wir natürlich gefolgt und haben abends schön auf unserem Balkon gegrillt.

Das verlängerte Wochenende, das durch den Feiertag entstanden ist, haben wir genutzt, um etwas Besonderes zu unternehmen. Dafür kamen die Freiwilligen aus Port Alfred und Port Elisabeth zu uns nach Jeffreys Bay und wir sind zusammen weiter nach St. Francis zum Whale-Watching gefahren. Das war unglaublich. Wir haben ganz viele Delfine, Pinguine, Seehunde, einen kleinen Hai und auch Wale gesehen.

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Am Sonntag hatten wir dann unsere erste Surfstunde, und zwar unter besten Voraussetzungen: Es hat gewittert, die Wellen waren wegen des Windes gefühlt doppelt so hoch wie ich, aber unser Surflehrer hat uns freundlicherweise mitgeteilt, dass das alles total ungefährlich ist und Haie auch vor Gewitter Angst haben und wir deswegen auch mit gutem Gewissen surfen können. Dass ein Blitz ins Wasser einschlagen könnte, fand er irgendwie nicht so schlimm. Als es dann irgendwann einigermaßen geklappt hat, kam immer der legendäre Ausspruch „Now we’re cooking with gas!“, was uns alle immer sehr stolz gemacht hat. Mittlerweile waren wir schon 5-6 Mal surfen und bei mir klappt es schon ganz gut und macht auch mega Spaß.

Für uns haben dann die Frühlingsferien schon etwas früher angefangen, weil unser erstes Seminar genau vor die Ferien gefallen ist. Die letzten Schultage haben wir also bei Sonnenschein mit den Kindern genossen, in den Nachmittagsprojekten auch mehr gequatscht als alles andere, und die Nachmittage am Strand und beim Surfen genossen.

Dann begann unser dreitägiges Seminar im Areena Riverside Resort in der Nähe von East London. Wir sind schon einen Tag vorher nach East London gefahren und haben eine Nacht bei den Freiwilligen dort übernachtet, damit wir nicht in aller herrgottsfrühe aufbrechen müssen. Der Abend in East London war schon unglaublich toll, alle dort wiederzusehen, weil mehrere Einsatzstellen die Idee hatten früher nach EL zu fahren. Den Abend haben wir dann beim Champions League gucken in einer Bar direkt am Strand ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen ging es dann los nach Areena. Das Seminar IMAG2326war auch sehr spannend und hat total Spaß gemacht, aber vor allem fand ich es auch toll alle anderen Freiwilligen wiederzusehen. In Areena haben wir dann auch Giraffen, Schildkröten, Sträuße und Pfauen gesehen, was den Seminarort natürlich zu etwas besonderem gemacht hat. Die Giraffe ist uns bei einer Wanderung durch den Park nicht von der Seite gewichen und konnte sogar gestreichelt werden. Nach dem Seminar sind wir noch für eine Nacht in East London bei den Freiwilligen dort geblieben, weil mein Projektpartner Niko am Tag darauf Geburtstag hatte und gerne mit den anderen Freiwilligen zusammen reinfeiern wollte. Der Abend war auf jeden Fall sehr gelungen und alle hatten viel Spaß.

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Als wir dann nach Hause kamen, waren schon Ferien, also haben wir die freie Zeit genutzt, um surfen zu gehen und die Sonne am Strand zu genießen, bis dann unser „Urlaub“ begann. Zu der Zeit war auch ein Surf-Wettbewerb bei uns und zwar die Billabong Junior-Championchip. Das war schon krass zu sehen, wie gut die Kinder und Jugendlichen surfen konnten.IMAG2334   IMAG2336

Dann begann unser Urlaub. Ein Lehrer von der Schule aus Humansdorp hat eine 4-tägige Wandertour im Tsitsikamma Nationalpark mit uns unternommen. Am 1. Tag ging es mit voll bepackten Rucksäcken im vollgepackten Auto entlang der N2 Richtung Kapstadt in den Tsitsikamma Nationalpark. In diesen 4 Tagen haben wir nahezu alle Seiten des Nationalparks kennengelernt. Die Wanderung war unglaublich vielseitig: Mal sind wir auf ganz normalen Kieswegen gewandert, mal in einem Wald, der genauso auch in Deutschland hätte sein können, mal auf Sand, mal mussten wir auf Felsen und Steinen entlang klettern, mal über Flüsse hüpfen, mal in einer Art Dschungel. Wenn man dann nachmittags erschöpft an der Hütte angekommen war, wusste man auch, was man gemacht hat und konnte dann die eiskalte Dusche mit Bergwasser genießen (einmal war Solveig und mir so kalt, dass wir uns Wasser in einem Topf über den Feuer erhitzt haben, aber sonst haben wir kalt geduscht). Abends wurde dann bei Kerzenschein auf den Gaskochern die Suppe und die 2-Minuten-Nudeln gekocht, weil es auf den Hütten keine Elektrizität gab, und dann zu „späterer Stunde“ Karten gespielt und spätestens um halb 9, nachdem wir noch etwas den unglaublichen Sternenhimmel beobachtet haben, lagen wir alle todmüde im Bett. Der Hiking-Trip war ein unvergessliches Erlebnis!IMAG2346       IMAG2412

Nachdem wir zu Hause angekommen sind, bekamen wir schon Besuch von Yannic, einem Freiwilligen aus East London, der Jeffreys Bay mal kennenlernen wollte. Mit Yannic verbrachten wir also die ersten Schultage nach den Ferien in der Schule und in den Nachmittagsprojekten, aber waren auch surfen und haben ihm Jeffs ein bisschen gezeigt.

Am ersten Tag nach den Ferien bekam ich auch gleich tolleIMAG2435 Geschenke, gemalte Bilder, Gedichte und Briefe von Schülern aus meinem Unterricht und aus der Fußballmannschaft. Außerdem fan
d auch eine Versammlung statt, zu der alle Schüler zusammen gekommen sind. Es wurde vor allem gesungen und gebetet. Jetzt beginnt auch die Leichtathletik-Saison, weshalb die Kinder jeden Tag in den ersten Stunden mit ihren Lehrern trainieren, denn in ein paar Wochen ist ein Sportsday, bei dem die Häuser, in die die Kinder eingeteilt wurden, gegeneinander antreten.

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Für dieses Wochenende steht jetzt Kanu fahren, Strand und Surfen auf dem Programm.

In Jeffreys Bay wird es jetzt nach und nach immer voller. Je wärmer es wird,IMAG2450 desto mehr Menschen zieht es hier in die schöne Kleinstadt am Meer. Aber es gibt auch schon Weihnachtsdeko, obwohl hier bei dem Wetter irgendwie gar nicht an Weihnachten zu denken ist..

Aber ich bin überglücklich, in einer so tollen Stadt, nicht nur Urlaub zu machen, sondern ein ganzes Jahr verbringen zu dürfen. 🙂

Weitere Eindrücke:

Tsitsikamma:

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Und tschüss!!

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Goeie môre !

So viel Afrikaans habe ich schon in der Schule gelernt, das heißt nämlich „Guten Morgen!“.

Ansonsten ist echt viel passiert in den letzten Wochen. Wir haben uns immer mehr in der Schule eingegliedert, es war Spring Festival und Sportsday an unserer Schule, ich habe meinen 1. Geburtstag gefeiert, an dem ich nicht zu Hause war, ich war das 1. Mal in meinem Leben auf einem Festival und wir waren im Fußballstadion.

Also in der Schule läuft immer noch alles super. Wir lernen sowohl die Kinder, als auch die Lehrer, immer besser kennen und lieben. Alle Menschen sind unglaublich gastfreundlich, so wurden wir zum Beispiel schon von Lehrern zum Abendessen oder Fußball gucken zu denen nach Hause eingeladen und die Kinder geben uns in den Pausen von ihren Süßigkeiten ab.IMAG2160  IMAG2157IMAG2148

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Modenschau

Die erste Septemberwoche war an unserer Schule einiges los. Wegen des Frühlingsanfangs war am Donnerstagabend eine Schulveranstaltung, bei der der Chor der Schule gesungen hat, zusätzlich noch einzelne Schüler Lieder vorgetragen haben und es gab eine Modenschau von Schülerinnen und Schülern, bei der am Ende Mr. und Miss Spring junior und senior gekrönt wurden.

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Festumzug

Am Freitag gab es einen Tanzabend für Eltern und Lehrer der Schule, bei dem es echt leckeres Essen gab und wir auch ein bisschen gelernt haben afrikanisch zu tanzen. Der Samstag war ganz dem Sport gewidmet. Zu dem Sportsday waren einige andere Schulen aus dem Umkreis eingeladen worden und nach einem Festumzug durch das Stadtviertel Pellsrus mit einer Kapelle vorne weg wurde sich im Netball und Rugby gemessen.

Rundherum um das Sportturnier konnte man Frühlingskekse selber machen und lecker essen. Wir Freiwilligen haben überall geholfen, wo Hilfe benötigt wurde, vor allem haben wir aber Süßigkeiten verkauft.

Abends wurde dann in einer gemütlichen Runde in meinen Geburtstag reingefeiert. Am Sonntag haben mich die anderen Freiwilligen mit einem leckeren Frühstück überrascht und einen Schokokuchen gebacken. Den Rest des Tages haben wir am Strand in der Sonne genossen. Es war schon komisch am Geburtstag nicht zu Hause zu sein, aber meine Mitbewohner haben sich echt Mühe gegeben und so hatte ich trotzdem einen sehr schönen Tag.

In der Schule haben wir jetzt angefangen ein neues NachmittagsprojeIMG-20150918-WA0003kt aufzubauen. Donnerstags können die Kinder länger in der Schule bleiben beim „Afternooncare“. Solveig und ich machen dann mit den Schülern Hausaufgaben und lernen und wenn sie fertig sind können sie basteln, malen, zeichnen oder wir spielen kleine Spiele mit ihnen. Mein Mädchenfußballtraining hat sich jetzt auf Nachfrage auf die anderen Wochentage erhöht, also trainieren wir jetzt 4x die Woche, was zwar auch anstrengend ist, aber echt Spaß macht.

Vorletztes Wochenende sind wir nach Port Alfred zum Boatrace Festival gefahren. In Port Alfred sind auch 2 Freiwilligendienstler vom ASC eingesetzt und so haben wir anderen die Möglichkeit genutzt, die anderen besucht, uns so auch alle wieder getroffen und beim Festival schön gefeiert. Von den Bootsrennen haben wir zwar nicht so viel mitbekommen, aber dadurch, dass das Wetter gut war, hat das Zelten Spaß gemacht und es war echt schön die Freiwilligendienstler aus den anderen Einsatzstellen wiederzusehen und mit ihnen zu quatschen und Erfahrungen auszutauschen.

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Dieses Wochenende sind wir nach Port Elizabeth gefahren, was nur ca. 1 Stunde von uns entfernt liegt, und haben dort die 8 Freiwilligen besucht. Gestern waren wir im Fußballstadion, das 2010 auch als WM-Stadion genutzt wurde. Dort haben wir das Finale des MTN8-Cups, in etwa vergleichbar mit dem DFB-Pokal in Deutschland, geschaut. Es haben die Kaiser Chiefs aus PE gegen Ajax Cape Town gespielt. Das Spiel endete leider mit 1:0 für Ajax, was wir ein wenig schade fanden, weil wir gerne gesehen hätten, wie das ganze Stadion sich über ein Tor der Kaiser Chiefs freut, weil der Großteil der Fans für diese waren, aber trotzdem war es eine unglaubliche Atmosphäre und ein sehr tolles Erlebnis.

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Nächste Woche haben wir nur 3 Schultage, weil Donnerstag und Freitag Feiertage sind, diese Zeit wollen wir dann endlich mal zum Surfen nutzen. Ich bin gespannt wie das wird.

Liebe Grüße,

Alena

Hier Bilder von dem Fluss direkt vor unserer Haustür, in dem wir ab und zu schwimmen gehen:

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Port Elisabeth:

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